Ranking der Österreichs Top FHs : Österreichs beste Fachhochschulen 2024

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Das aktuelle Ranking der Fachhochschulen, veröffentlicht vom INDUSTRIEMAGAZIN, verdeutlicht einen bisher unerreichten Grad an Bekanntheit für die Fachhochschulen in Österreich. Doch stellt sich die Frage, ob eine gesteigerte Bekanntheit auch mit einer entsprechenden Qualität einhergeht.

- © Nelson - stock.adobe.com

Es hat sich viel getan im FH-Bildungsbereich. Die Fachhochschulen waren fleißig und haben sowohl an ihrer Bekanntheit als auch an den Inhalten und dem Lehrangebot gefeilt. Das INDUSTRIEMAGAZIN hat - wie in den Vorjahren - in Kooperation mit brandscore.at das Ranking der besten Fachhochschulen erstellt. Verglichen wurden die Ergebnisse mit der Wertung von 2022. Wenige Steine sind hier auf den anderen geblieben. Manche Sieger von 2022 sind nicht mehr unter den ersten 5 zu finden. Senkrechtstarter haben es von einer deutlich hinteren Wertung im Jahr 2022 bis in die vordersten Plätze geschafft.

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So haben wir gewertet

Das FH-Ranking wurde im Frühjahr 2024 von brandscore.at erstellt. Befragt wurden 200 C-Level Manager:innen aus unterschiedlichen österreichischen Unternehmen. Die Befragten bewerteten die Fachhochschulen nach dem Schulnotensystem, wobei 1 der bestmöglichen und 5 der schlechtesten Wertung entspricht. Abgefragt wurde einerseits die Bekanntheit jeder Fachhochschule als auch das Image der Bildungseinrichtungen. Wir nehmen Bezug auf das 2022 durchgeführte Ranking.

Herbert Kling, Geschäftsführer brandscore.at.

Welche FHs sind bei Entscheidern in Unternehmen am bekanntesten?

Marketing, gezielte Werbekampagnen, natürlich die persönliche Weiterempfehlung seitens der Studierenden, aber auch die Zufriedenheit mit den Kenntnissen der Studienabgänger in Unternehmen erhöhen den Bekanntheitsgrad der Studieneinrichtung. Das Zusammenspiel dieser Faktoren sorgte für eine Verschiebung der Ergebnisse im Vergleich mit dem Ranking von vor 2 Jahren und einer generellen Erhöhung des Bekanntheitsgrades der einzelnen Fachhochschulen. Die Nummer Eins und somit bekannteste Fachhochschule in Österreich konnte ihre Siegerposition halten und wurde auch dieses Jahr mit 82 % zur bekanntesten Studienstätte im FH- Bereich gekürt. Die Luft im Ausbau des Bekanntheitsstatus ist allerdings dünn geworden. Innerhalb von zwei Jahren wurde dieser nur um 1 % erhöht. Platz zwei wurde von der FH Technikum Wien errungen. Die in der Vergangenheit drittplatzierte Fachhochschule, mit einer Bekanntheit von 64 %, konnte auf der Erfolgsleiter einen Platz nach oben klettern und die Prominenz um 3 % auf 67 % nach oben schieben.

Wie haben sich die Bekanntheit der Fachhochschulen verändert?

Nicht ganz so gut gelungen ist der FH BFI Wien die Vergrößerung der Popularität. Sie musste Platz zwei abgeben. Sie hält dennoch stolz den dritten Platz am Stockerl, steckte aber bei der Bekanntheitsmessung einen Verlust von 15 % ein und liegt jetzt bei 64 %. Leichter hatte es hier Platz zwei, die FH Technikum Wien, sie konnte ihre Popularität von 64 % auf 67 % steigern. Gab es vor zwei Jahren einen geteilten vierten Platz mit 62 % Bekanntheitsgrad zwischen FH Joanneum und FH Krems IMC, so konnte sich die Grazer FH behaupten. Sie hielt die 62 % Bekanntheitsgrad der Vergangenheit. Im Vergleich gab die Kremser Fachhochschule 5 % ab, um mit 57 % den fünften Platz zu belegen.

Die Fachhochschule Wiener Neustadt konnte mit der gleichen Bekanntheit wie 2022, nämlich 54 %, von neun auf sechs aufrücken. Bei den FHs Burgenland und St. Pölten kam es zum Platztausch auf den Rängen sieben und acht mit jeweils 52 % (FH St. Pölten) und 50 % Bekanntheitsgrad. Einen großen Vorwärtssprung verzeichnete MCI Die Unternehmerische Hochschule®. Sie machte mit einer Erweiterung von 5 % an Bekanntheitsstatus gleich fünf Plätze gut und reihte sich auf Platz zehn ein.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der FH-Bildungseinrichtungen ist der große Anteil an erfahrenen Dozenten aus der Praxis.
Herbert Kling, Geschäftsführer brandscore.at.

Wer führt das Image-Ranking an?

Welche Qualität wird in den Unternehmen den verschiedenen Lehrstätten beigemessen? Von welchen Abgängern hat man einen guten Eindruck in Bezug auf Wissen und Anwendung, welche Fachhochschulen können ihr Image noch verbessern?

Rang eins belegt 2024 die FH Technikum Wien als Senkrechtstarter und ist somit die österreichische Fachhochschule mit dem besten Image. Vom guten fünften Platz vor zwei Jahren katapultierte sie sich elegant auf das Siegerpodest. Ebenfalls auf dem Podest, nun aber auf Platz zwei, befindet sich FH Wien der WKW im Ranking. Auf Nummer drei in der Siegerreihung steht in diesem Jahr die FH Campus Wien. Sie konnte zwei Stellen im Ranking gut machen und sich vom fünften Platz auf den Dritten verbessern.

Bunter Wechsel: FH Vorarlberg stürzt ab, FH Joanneum knapp hinter Spitze

Die FH Joanneum musste einen Platz im Image-Ranking knapp abgeben und belegt die vierte Stelle. Eine überraschende Entwicklung gab es in der diesjährigen Bewertung der FH Vorarlberg, stand sie 2022 auf Platz zwei, so fand sie sich zwei Jahre später an 14ter Stelle wieder. Ebenfalls überraschend war das Ranking der Lauder Business School. 2022 verpasste sie mit dem vierten Platz knapp das Siegerpodest. 2024 wurde sie an 11ter Stelle eingeordnet. Während die FH Salzburg stabil den fünften Platz belegt, fand auf den weiteren Rängen ein bunter Wechsel statt. Die FH Campus 02 gab den vergangenen ex aequo fünften Platz ab und steht nun an Stelle sechs. Die FH Krems machte drei Plätze wett und rangiert inzwischen auf dem siebenten Platz. Freuen darf sich die FH Kufstein, sie rückte von der 14. Stelle auf Platz acht auf.