Leuchtenindustrie : Zumtobel-Tochter Tridonic baut Personal in Dornbirn ab

Erst zu Wochenbeginn war der Abgang der beiden Tridonic-Geschäftsführer Walter Ziegler (CEO) und Rüdiger Kofahl (COO) per Ende Jänner bekanntgeworden. Tridonic erwirtschaftete laut Bericht im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 (Mai bis April) lediglich ein Umsatzplus von 1,8 Prozent, im dritten Quartal musste ein Umsatzrückgang hingenommen werden. Zumtobel-Sprecherin Natalie Kuba verwies in diesem Zusammenhang auf die bereits reduzierte Prognose für 2011/12 für die gesamte Zumtobel-Gruppe. Andererseits hätten Tridonic-Kunden in der jüngeren Vergangenheit ihre Lager gefüllt. "Jetzt werden diese Lager zurückgefahren, wodurch die Nachfrage nach Tridonic-Produkten derzeit rückläufig ist", sagte Kuba. Als Reaktion auf die Situation habe man in Dornbirn die Produktion von drei auf zwei Schichten heruntergefahren. Dennoch werde alles unternommen, um betriebsbedingte Kündigungen vermeiden zu können, betonte die Pressesprecherin. Laut Kuba werden etwa Überstunden abgebaut oder Mitarbeitern die Möglichkeit der Bildungskarenz beziehungsweise Qualifizierungsmaßnahmen angeboten. Aktuell beschäftige Tridonic in Dornbirn 289 Mitarbeiter in der Stammbelegschaft. Andere Tridonic-Standorte seien von den Maßnahmen zur Reduktion der Personalkosten nicht betroffen, hieß es. Die 100-prozentige Zumtobel-Tochter Tridonic erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010/11 laut Unternehmensangaben einen Umsatz in Höhe von 437,3 Millionen Euro. Insgesamt sind bei Tridonic 2.254 Personen beschäftigt. (APA/red)