Österreich

Zu wenig Wasser im Rhein: Weiter Engpässe bei Benzin und Diesel

Die Engpässe in der Versorgung mit Sprit halten in Österreich wie in Deutschland an. Der Rhein führt wegen des Klimawandels weiter viel weniger Wasser als normal wäre. Österreich wird über Rhein und Donau mit Sprit und vielen Rohstoffen versorgt.

Niedrigwasser hält an: Tankstellen müssen vorübergehend schließen

Besonders in der Versorgung mit Benzin und Diesel sowie mit vielen anderen Rohstoffen gibt es weiter deutliche Engpässe. Besonders in der Versorgung der Tankstellen mit Diesel und Benzin gibt es immer wieder Unterbrechungen, weil das Niedrigwassers auf dem Rhein weiter anhält.

Auch in Österreich ist das spürbar. Die Tankschiffe können nur halb so viel Kraftstoff laden wie üblich. Immer wieder müssen deshalb einzelne Tankstellen den Verkauf vorübergehend einstellen.

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Klimawandel wirkt sich massiv auf Donau und Rhein aus

Der Klimawandel wirkt sich inzwischen massiv auf die Wassermengen an Rhein und Donau aus. An der Donau wurden im Oktober die niedrigsten Pegelstände überhaupt registriert. Beide Flüsse sind wichtige Wasserstraßen für den Transport von Rohstoffen. Weil es aber so wenig Wasser in den Flüssen gibt, können sehr viele Schiffe nicht mehr vollbeladen fahren. Entsprechend sind die Auswirkungen auf viele Branchen spürbar, etwa die Stahlindustrie und die chemische Industrie.

Deutsches Bundesland setzt Fahrverbot aus

Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen dürfen Lastwagen nach anhaltenden Versorgungsengpässen auch sonntags die Tankstellen beliefern. Die Landesregierung hat das Sonntagsfahrverbot ausgesetzt, und zwar bis Ende Mai nächsten Jahres. Eine Pause beim Fahrverbot am Sonntag soll Spediteuren helfen, die Fahrzeuge flexibler einzusetzen.

Pegelstände am Rhein wieder gefallen - neue Tiefstwerte möglich

Nach einer leichten Entspannung durch vereinzelte Regenfälle sinken die Wasserstände nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Duisburg-Rhein wieder. Daran wird sich wohl so schnell nichts ändern. Nach Berechnungen mit Daten des Deutschen Wetterdienstes sei frühestens in der zweiten Dezemberhälfte mit ergiebigeren Niederschlägen zu rechnen, sagte Hydrologe Jörg Uwe Belz von der Bundesanstalt. Eine so langfristige Vorhersage sei aber höchst unsicher. Wenn es in den nächsten Wochen auch noch Frost und Schnee gebe, dann könnte es noch schlimmer als im Oktober kommen, als die Wasserstände im Rhein Rekord-Tiefstwerte erreichten. (dpa/apa/red)