Energiewende

Wietersdorfer: Mehr Wasserkraft für Zementwerk

Wietersdorf Werke Standorte
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Das Zementwerk Wietersdorfer in Klein St. Paul im Kärntner Görtschitztal deckt nun 25 Prozent seines Strombedarfs mit grünem Strom aus Wasserkraft. Das Unternehmen baute zwei neue Kraftwerke entlang der Görtschitz und revitalisierte ein drittes. Damit produziere man 18.000 Megawattstunden jährlich und decke ein Viertel des gesamten elektrischen Energiebedarfs.

Aufsichtsratsvorsitzende Christina Fromme-Knoch erklärte: "Durch umfassende Investitionen in modernste Umwelttechnologie zählt der Standort Wietersdorf heute zu den saubersten Zementwerken der Welt." Mit der Eröffnung der Kraftwerkskette setze man einen weiteren wichtigen Schritt zu einer CO2-armen Zementproduktion. Damit werde es aber nicht getan sein, Industrie und Politik seien gefordert, sich schon jetzt über die Erschließung weiterer erneuerbarer Energiereserven Gedanken zu machen, sagte Fromme-Knoch.

Die Stromerzeugung der Kraftwerkskette entspricht laut dem technischen Direktor Florian Salzer der Versorgungsleistung für etwa 3.600 Vier-Personen-Haushalte. Salzer war Verantwortlicher für die Revitalisierung der Kraftwerkskette. Gebaut wurde von Herbst 2019 an, dabei wurde das alte Kraftwerk in Wietersdorf durch einen Neubau ersetzt. Die beiden Kraftwerke in Hornburg und Eberstein wurden zusammengelegt und ebenfalls durch einen Neubau ersetzt. Schließlich wurde am dritten Kraftwerk in Wieting, welches bereits im Jahr 2016 modernisiert wurde, die Automatisierungstechnik erneuert. Im Bereich der Wehranlagen wurden auch Fischaufstiegshilfen errichtet. (apa)