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Im Gespräch mit Klaus-Michael Koch wird schnell klar, wie begeistert er von der eigenen Arbeit ist: „Wir entwickeln eine völlig neue, disruptive Technologie. Das ist wie die Ablöse des Postbriefverkehrs durch das E-Mail.“ Koch ist Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Forschungsgesellschaft Technikon in Villach. Die bahnbrechende Innovation, über die er spricht, heißt autonomes Fahren, oder besser gesagt radarbasierte Kommunikation zwischen und in Fahrzeugen.

„Wir haben das in den letzten Jahren in verschiedenen Stufen mitentwickelt“, erklärt Koch. Erst jüngst ist es gelungen, diese Radartechnologie auf Chipebene zu integrieren, was die Einsatzkosten deutlich senkt und den Verbau von Radarsensoren in Autos erst ermöglicht. Am Ende werden Fahrzeuge in höchster Geschwindigkeit im Hochfrequenzbereich miteinander kommunizieren und sich daher autonom bewegen können.

Vier Millionen Euro Förderung

Das zugrundeliegende Forschungsprojekt heißt Car2TERA und wird von der EU mit 4 Millionen Euro gefördert. Autos würden künftig nicht nur mit der Umgebung Kontakt halten, sondern auch den Innenraum permanent vermessen, beschreibt die Projektkoordinatorin Martina Truskaller. „Das heißt, bei einem Unfall weiß das Auto, wie es im Inneren des Fahrzeugs aussieht“, so Truskaller. Welche Person mit welcher Statur sitzt am Fahrersitz? Gibt es einen Beifahrer? „Dann werden die Airbags nicht mehr automatisch ausgefahren, sondern nur wenn das notwendig ist“, erklärt Truskaller.

Dass Österreich ganz vorne dabei ist bei der Entwicklung autonomer Mobilität, liegt nicht zuletzt an den verfügbaren Fördertöpfen. „Ohne diese Unterstützung würde es nicht funktionieren“, meint Truskaller. Falls überhaupt, dann nur in eingeschränktem Maße und alles würde viel länger dauern. „Aber Zeit ist in diesem Bereich der entscheidende Faktor.“

Das weiß man auch beim Projekt H2Future, das von Brüssel mit 12 Millionen Euro gefördert wird, und in dem Siemens, Verbund und Voestalpine die Dekarbonisierung der Stahlerzeugung vorantreiben. Dieser Tage hat in Linz der Pilotbetrieb begonnen, in dem ein Hochofen mit Wasserstoff statt mit Koks befeuert wird. Für Verbund-CEO Wolfgang Anzengruber geht der Sinn des Projekts aber über die reine Stahlerzeugung hinaus. Wasserstoff sieht er als Option, die volatil verfügbare Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern. „Neben unseren Pumpspeicher- kraftwerken in den Alpen und Batteriespeicher-Lösungen sehen wir großes Potenzial in der Energiespeicherung mit Wasserstoff“, so Anzengruber.

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Mobile Payment

Man könnte die Liste heimischer Projekte zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien noch lange fortführen: sei es die Mobile-Payment-Lösung von Bluecode, der Ionenantrieb für europäische Weltraummissionen von Fotec aus Wiener Neustadt oder der Quantencomputer, der aktuell vom Tiroler Unternehmen Alpine Quantum Technologies entwickelt wird.

Dass es nicht immer nur Geld sein muss, mit dem man innovative Unternehmen pushen kann, beweist das Global Incubator Network Austria – eine Kooperation von aws und FFG, das dabei unterstützt, wertvolle Business-Kontakte zu knüpfen.

Das Wiener Health-Tech-Unternehmen Medicus.AI analysiert mittels künstlicher Intelligenz medizinische Befunde und Bluttests. Francisco Vega, Head of New Markets bei Medicus.AI, war Teil der Delegation nach Shenzhen und Hongkong im Frühjahr dieses Jahres. Und obwohl seither nur etwas mehr als ein halbes Jahr vergangen ist, arbeitet Medicus.AI bereits am Aufbau einer Tochtergesellschaft in China.

Success Story in China

„Die Success Story in China ist einer unserer größten Erfolge in diesem Jahr“, erklärt Vega. Unter anderem ist es gelungen, eine Partnerschaft mit Ping An, dem größten Versicherungskonzern weltweit, aufzubauen. „Wir haben eine unglaubliche Anzahl von Leads generiert“, freut sich Vega. Dass darunter die größten chinesischen Konzerne der Branche sind und künstliche Intelligenz aus Österreich dort bald zum Einsatz kommt, ist ganz entscheidend der zugrundeliegenden Förderung zu verdanken. Das weiß auch Vega: „Wir haben unglaubliche Unterstützung erfahren, wofür wir sehr dankbar sind.“

Alle Fördertypen finden Sie auf der nächsten Seite.

Der Avantgardist

Thomas Monz, CEO Alpine Quantum Technologie: "Die enge Zusammenarbeit zwischen Universität Innsbruck und der AQT wird es uns erlauben, den wissenschaftlichen Vorsprung Europas bei den Quantentechnologien auch in einen kommerziellen Vorsprung Europas umzumünzen."

Der Grenzgänger

Helmut Loibl, Geschäftsführer FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH: "Wir freuen uns sehr, dass die Esa auf die Fotec-Technologie setzt und diese für künftige Wissenschaftsmissionen in Betracht zieht."

Der glühende Europäer

Christian Pirkner, CEO Blue Code International AG: "Wir unterstützen mit unserer Lösung die strategische Zielsetzung der EU, volkswirtschaftlich relevante Systeme innereuropäisch zu betreiben und die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern zu verringern."

Der Vorreiter

Wolfgang Anzengruber, CEO Verbund AG: "Grüner Wasserstoff ist für uns das perfekte Beispiel für die Sektorkopplung, die zur Dekarbonisierung von Energiewirtschaft, Industrie und Transport dringend erforderlich ist."

Der Disruptive

Herbert Eibensteiner, CEO Voestalpine AG: "Die Stahlerzeugung muss sich in den nächsten zehn Jahren auf einen Technologiewechsel vorbereiten, damit wir die CO2-Anforderungen der EU-Klimaziele mittragen können."

Die Innovationsstarke

Sabine Herlitschka, CEO Infineon Technologies Austria AG: "Für Europa sind Innovation, führende Kompetenz in Schlüsseltechnologien und eine starke industrielle Basis wesentliche Erfolgsfaktoren im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsräumen."

Der Effizienzsteigerer

Wolfgang Hesoun, CEO Siemens AG Österreich: "Effiziente Technologien sind ein wesentlicher Baustein, um den Klimawandel mit seinen dramatischen Folgen einzudämmen."

Die Kooperative

Martina Truskaller, Bereichsleiterin Projektmanagement und Projektkoordinatorin, Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft mbH: "Die Teilname an einem internationalen Konsortium mit führenden Industriepartnern erlaubt es, Kompetenzen zu erweitern, wertvolle Kontakte und Kooperationen zu schließen und Österreich als professionelles Partnerland zu positionieren."

Der Stringente

Stefan Pinggera, Geschäftsführer CheckYeti Holding (mit Co-Gründer Georg Reich): "Das Investment hilft uns dabei, unsere Arbeit noch besser zu machen."

Der Globale

Francisco Vega, Head of New Markets, Medicus AI GmbH: "Dank einer Delegation haben sich uns bedeutende Geschäftsmöglichkeiten eröffnet und wir konnten wichtige Kontakte knüpfen."