Motorenbau

Neue Schweizer Ventilsteuerung macht Verbrennungsmotoren sparsamer

Frischluft rein, Abgase raus: Ventiltriebe sorgen für den Gaswechsel bei Verbrennungsmotoren. Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine neue Ventilsteuerung entwickelt, die deutlich flexibler ist als die bisherige Technik. Der Treibstoffverbrauch lässt sich dadurch um bis zu 20 Prozent senken.

Bei dem neuen System handle es sich um einen elektrohydraulischen Ventiltrieb, schrieb die in der Schweiz ansässige Empa in einer Mitteilung. Dabei werden die Ventile hydraulisch betätigt und einzeln über eine Magnetspule elektrisch angesteuert. Das mache die Steuerung extrem flexibel.

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Bisher werden die Gaswechselventile von Viertaktmotoren über Nockenwellen angesteuert, was nur begrenzt flexibel ist. Der Elektrohydraulische Ventiltrieb hingegen biete deutlich mehr Flexibilität, weil sich dadurch beispielsweise Öffnungs- und Schließzeit, sowie der Ventilhub für jeden Zylinder frei einstellen lassen, so die Forschungsanstalt Empa. Dies mache den Motor sehr anpassungsfähig für neue erneuerbare Treibstoffe.

Im Versuchsbetrieb habe sich das neue System bereits bewährt, hieß es. Seit Oktober laufe es auf einem Motorprüfstand der Empa, eingebaut in einen mit Erdgas betriebenen Personenwagenmotor. Der Ventiltrieb soll laut Empa bereits viele Millionen Betätigungen problemlos überstanden haben. (sda/apa/red)