Automobilzulieferer : Magna Steyr schnappt sich japanische Karmann-Sparte

Das Magna Steyr-Geschäft in Japan umfasst mit dem Deal nun auch die Herstellung der Dächer für den Nissan 370Z Roadster und das Infiniti G Convertible. Mit der Akquisition habe man die herstellerische und organisatorische Präsenz in Japan verstärkt, wurde Magna Steyr-Präsident Günther Apfalter zitiert. Dies bedeute eine Verbesserung der Lieferposition für den bisherigen Kunden Nissan and bringe das Unternehmen in Stellung für eine Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten mit anderen japanischen Herstellern. Die Zentrale von Magna Steyr Japan wird in Shin-Yokohama sein, mit Produktionsstätten in Yokohama and Tochigi. Laut einem Firmensprecher war der Deal wesentlich für die Präsenz am japanischen Markt, da die Cabrio-Kompetenz innerhalb des Weltkonzerns zu Magna Steyr gewandert sei. Die Akquisition habe allerdings nichts mit der angestrebten Übernahme der deutschen Cabriodachsparte der insolventen Karmann-Gruppe zu tun, so der Sprecher. Kartellamt prüft Die Entscheidung darüber liege beim deutschen Bundeskartellamt. Dieses hatte vergangene Woche laut Reuters angekündigt, die Übernahmepläne des Automobil-Zulieferers Magna Car Top Systems für die Cabriodach-Sparte nicht einfach durchzuwinken. Magna hat die Übernahmepläne beim Kartellamt zur Untersuchung angemeldet. Die Wettbewerbshüter hatten bereits vergangenes Jahr Skepsis gegenüber Fusionen auf diesem Markt signalisiert, da es für Cabrio-Dächer europaweit mit Edscha, Webasto, CTS und Karmann nur noch wenige Anbieter gebe.