Elektroautos

Leichtbau könnte bei Elektroautos ein Viertel des Gewichtis einsparen

Konsequenter Leichtbau könnte bei künftigen E-Autos nach Expertenmeinung etwa ein Viertel des Gewichts einsparen. Die meisten Autos seien noch alte Konstruktionen, in die die Akkus für den E-Betrieb eingepasst würden, sagte Christian Ludwig, Marketing-Geschäftsleiter bei Accelerated Innovation, diese Woche auf der Hannover Messe.

Voestalpine ist in diesem Bereich bereits aktiv

In Österreich setzt etwa die Voestalpine auf diesen Bereich bei der Belieferung der Autoindustrie. Aktuell dazu: Voestalpine will Belieferung von Elektroautos deutlich ausweiten >>

Bei dem auf der Messe ausgestellten, 400 Kilogramm schweren E-Kleinstwagen der Leichtbau-Initiative Leichtbau BW seien noch "100 bis 150 Kilogramm drin". Beim Leichtbau gehe es aber nicht nur darum, Gewicht zu sparen, sondern auch Ressourcen und Zeit: "Ohne Digitalisierung kein wettbewerbsfähiger Leichtbau", sagte er.

Batterie als größtes Handicap der Elektroautos

Gerade beim Elektroauto bringe Leichtbau "extrem viel", denn den Großteil des Gewichts mache die Batterie aus. Gelinge es an anderer Stelle, Gewicht zu sparen, könnten Batterie und damit Reichweite größer ausfallen. Auch im Herstellungsprozess könnten Digitalisierung und Leichtbau Zeit und Ressourcen sparen helfen: Je mehr Verbundstoffe Metalle ersetzten, desto schwieriger werde das Recycling. Bei digitaler Konstruktion und digitalen Prototypen, dem sogenannten "digitalen Zwilling", könnten reale Prototypen entfallen.

Als entscheidende "Lücke" im Wissen um Leichtbaukonzepte machte Prof. Hubert Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden den Technologietransfer aus: notwendig seien zentrale Stellen, mit deren Hilfe kleine und mittlere Unternehmen Wissen über Leichtbau erhalten könnten. (dpa/apa/red)