Messtechnik : Intelligente Pyrometer-Serie Metis M3 in einzigartiger Vollausstattung

Dies bedeutet, dass Messsignale direkt nach der Aufnahme durch den Temperatursensor bzw. Detektor digitalisiert werden, ganz ohne logarithmische Verstärker und weitere analoge Schaltungen. Ein besonderes Highlight der neuen Serie: Spezielle Algorithmen in den Geräten erkennen selbstständig Veränderungen der Oberflächeneigenschaften oder Prozessbedingungen. So wird eine intelligente, automatische Prozessadaption (APA) möglich. „Mit der neuen APA-Funktion der Metis M3-Serie lassen sich jetzt sogar komplizierte Werkstoffe wie etwa Titan messen sowie schwierige Prozessbedingungen kompensieren. Dadurch ergeben sich neue Messanwendungen, die selbst für Quotientenpyrometer bisher schwierig waren oder nur mit großen Unsicherheiten gemessen werden konnten“, sagt Martin Huss, Leiter Technische Dokumentation und Marketing bei Sensortherm.

Die neue Serie bietet in Messbereichen zwischen 100 und 3.300 Grad Celsius Werkstofftemperatur zudem eine hohe Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit – selbst bei Oberflächen mit geringen Emissionsgraden und bei Umgebungstemperaturen bis 80 Grad Celsius ohne Kühlung. Die digitale Technik der neuen Modelle ermöglicht eine schnelle Temperaturmessung in weniger als einer Millisekunde – in der High-Speed-Ausführung sogar schon in 40 Mikrosekunden.

Einzigartige Vollausstattung kombiniert mit intelligenter Technik

Mit einem zehnstelligen roten Matrix-Display und vier Einstelltasten sorgt die Metis M3-Serie für eine bessere Übersicht und leichte Bedienbarkeit. Drei frei konfigurierbare digitale Ein- bzw. Ausgänge ermöglichen es, Gerätefunktionen – zum Beispiel von einer übergeordneten Steuerung aus – zu aktivieren oder ein Schaltsignal bei verschiedenen Temperaturereignissen ausgeben zu lassen. Zudem lässt sich der Messabstand je nach Modell und Objektivart – manuell fokussierbar oder mit Motorfokus – stufenlos einstellen. So können sogar kleinste Messfelder bis minimal 0,4 Millimeter Durchmesser genutzt werden. Die vollausgestatteten Geräte der neuen Serie sind auf Wunsch auch mit integriertem selbstoptimierenden PID-Regler zur Kontrolle eines vorgegebenen Temperaturniveaus oder mit Feldbusschnittstellen für die Verbindung mehrerer Messgeräte erhältlich. Zur Anpassung an spezielle Messumstände lassen sich die Pyrometer der neuen Serie ganz einfach per Software nachjustieren. Die eigens von Sensortherm entwickelte SensorTools-Software ist im Lieferumfang enthalten. Damit können Anwender Messwerte aufnehmen, darstellen, auswerten und exportieren sowie die Parameter des Messgeräts einstellen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die kurzwelligen Geräte eignen sich besonders für die Messung an blanken und glänzenden Metallen, aber auch an Keramik, Graphit und sogar Kunststoffen. Die neue APA-Funktion ermöglicht sogar den Einsatz in Laserprozessen wie Laserauftragsschweißen sowie in der additiven Fertigung. Die Sensortherm-Quotientenpyrometer verfügen zudem über eine Verschmutzungsüberwachung der Optik und eine hohe Störfestigkeit. Dadurch sind Messungen durch Sichtscheiben, Staub und Rauch sowie in rauer industrieller Umgebung problemlos möglich. Einsatz finden die Pyrometer deshalb vorrangig in der metallverarbeitenden Industrie.

Vom 28. bis 30. Oktober 2015 präsentiert Sensortherm seine Pyrometer aus der Metis-Serie inklusive der Software SensorTools auf dem HärtereiKongress in Köln (Messe Köln, Halle 04.1, Stand F-021), der europaweit größten Fachmesse für Wärmebehandlung.