Luftfahrtindustrie : Insider: Airbus stellt seine Tochterfirma Vector zum Verkauf
Der Flugzeugbauer Airbus erwägt nach Reuters-Informationen den Verkauf der Hubschrauber-Wartungsfirma Vector Aerospace. Der Konzern habe bereits Investmentbanken für eine mögliche Auktion der Tochter angeheuert, sagten mit den Plänen vertraute Personen. Der Schritt könnte Airbus mehr als 800 Millionen Dollar (740,12 Mio. Euro) einbringen. Airbus und Vector wollten sich nicht dazu äußern.
Airbus hat die kanadische Firma erst 2011 übernommen
Airbus hatte die in Toronto ansässige Vector Aerospace 2011 für 640 Millionen Dollar erworben. Vector wartet, repariert und überholt Hubschrauber und Flugzeugtriebwerke. Airbus trennt sich derzeit von Randgeschäftsfeldern, um sich im Waffengeschäft auf Flugzeuge, Raketen und Satelliten zu konzentrieren.
So verkauft Airbus gerade Teile seines Geschäfts mit elektronischer Kriegsführung und Grenzüberwachung. Betroffen sind vor allem Standorte in Deutschland. Noch heuer solle ein Käufer für "Orlando", die Elektroniksparte für Waffensysteme, gefunden werden, so Konzernchef Tom Enders.
Es gebe bereits namhafte Interessenten aus der Industrie. Diese sind inzwischen bekannt: Rheinmetall, Thales und vier Finanzfirmen warten schon darauf, wer den Zuschlag bekommt. (reuters/apa/red)