Keine Fusionsgespräche : Fiat Chrysler blitzt bei General Motors ab
Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne habe im März eine E-Mail an seine GM-Kollegin Mary Barra geschrieben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Marchionne habe darin Barra eine Kombination der beiden Autobauer nahegelegt, die Milliardeneinsparungen bringen und einen neuen Branchenriesen schaffen könne. Der Bitte um ein Treffen sei Barra aber nicht nachgekommen, Fusionsgespräche sind daher mehr als unwahrscheinlich.
Spekulationen über eine Annäherung beider Konzerne machen allerdings seit längerem die Runde. Marchionne warb bereits für Fusionen in der Branche und kündigte eine aktive Rolle dabei an. Zuletzt sagte er, sollten andere Autohersteller sich nicht auf Gespräche einlassen, könnte er mit Technologiekonzernen wie Google und Apple über einen Schulterschluss beraten, die an einer Weiterentwicklung des Automobils arbeiten.
Marchionne hat sich nach eigenen Worten bereits mit den Chefs von Apple und des Elektroautobauers Tesla getroffen. GM-Chefin Barra sagte Anfang des Monats, sie habe keine Gespräche mit Marchionne geführt. Ihr Unternehmen werde weiterhin seine eigenen Investitionspläne bei der Produktentwicklung verfolgen. (apa/Reuters)