Kelag : Energiesouveränität als Standortfaktor
Energieunabhängigkeit ist eine Frage der Sicherheit
Die Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine legen eine grundsätzliche Schwäche Europas offen: Unsere Energieversorgung hängt noch immer stark von fossilen Importen ab.
Energieunabhängigkeit wird immer mehr zum entscheidenden Standortvorteil: Sie schafft Sicherheit, Planbarkeit und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Die Wirtschaftsmacht China, aber auch Indien, haben das früh erkannt und investieren seit längerem massiv in erneuerbare Energien und damit in Unabhängigkeit. Zwei Drittel des globalen Ausbaus finden momentan im Reich der Mitte statt.
„Gas und Öl sind schwer beherrschbar und stellen mittlerweile ein echtes Kostenrisiko dar. Das europäische Strom- und Wärmesystem ist stark von variablen Kosten geprägt, weil Gas und Kohle die zentralen Kostentreiber sind. Entsprechend schwankt auch der Strompreis. Wenn wir aus diesem System mehr und mehr aussteigen und in ein Fixkosten dominiertes System kommen, stabilisieren sich auch die Preise“, so Danny Güthlein.
Je mehr Strom und Wärme aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt werden, desto günstiger wird es für das Gesamtsystem. Nach der Anfangsinvestition liefern PV- und Windkraftanlagen über Jahrzehnte verlässlich Energie bei niedrigen Wartungskosten. Wasserkraft sorgt dabei für Stabilität im System. Der Ausbau zahlt sich damit doppelt aus – für Industrie und Wirtschaft ebenso wie für die Haushalte.
„Die Kelag investiert bis 2034 rund 4 Milliarden Euro in den Ausbau der Erzeugung erneuerbarer Energien und in die Netzinfrastruktur. Dabei handelt es sich um Investitionen, die für Generationen wirken. Österreich verfügt mit der Wasserkraft über ein ausgezeichnetes Fundament für eine erneuerbare Energieversorgung. Entscheidend ist der intelligente Energiemix, sowohl technologisch als auch regional: Wind und Sonne liefern zu unterschiedlichen Zeiten und Standorten Strom“, erläutert Kelag-Vorstand Danny Güthlein. Ziel muss ein ausgewogenes Energiesystem in Österreich sein - mit rund 40 Prozent Wasserkraft sowie je 30 Prozent Photovoltaik und Wind, wobei etwas mehr Wind als PV günstig für die Winterstromlücke wäre. Flankierend braucht es im Winter thermische Energie aus Biomasse und grünem Wasserstoff.
Kompakte, gut ausgelastete System reduzieren die Kosten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Wenn wir uns für Elektrizität entscheiden, ist es sinnvoll, so schnell wie möglich viele Kundinnen und Kunden mitzunehmen,“ so Kelag-Vorstand Danny Güthlein.