Maschinenbau : Anger Machining-Chefs wollen 100-Prozent-Eigentümer werden

Mitgrund dafür, ein internes Schreiben aufzusetzen: Laut "Standard" verhandle die Bank Austria seit Mitte Jänner exklusiv mit Tojner. Zuvor, so die Zeitung, habe er sich die beiden Anger-Chefs und Miteigner "zu sich an Bord geholt". Das sieht Anger-Geschäftsführer Klaus Dirnberger auf INDUSTRIEMAGAZIN-Anfrage anders. "Wir sind nicht und waren zu keiner Zeit im Boot von Montana Tech oder Tojner", sagt er. Anger würde zur Montana-Tochter Alpine Metal Tech passen, die Spezialmaschinen für die Stahl- und Aluminiumindustrie herstellen, heißt es im "Standard" unter Berufung auf Verhandlerkreise. "Nachdem vor etwa einem Jahr gegen Abgabe einer strikten Vertraulichkeitserklärung bekannt wurde, dass unser Miteigentümer bei Anger, die EK Mittelstandsfinanzierung AG verkauft werden soll, haben wir sofort darauf reagiert. Wir arbeiten seither konkret daran, dass wir die Anteile erwerben, die an Anger gehalten werden“, heißt es in dem Mitarbeiterschreiben. Schon im Mai des Vorjahrs bestätigte die Anger-Geschäftsführung Pläne, aufstocken zu wollen. „Wir streben eine Langfristlösung an“, sagte Dirnberger. Denn in manchen Punkten „stießen wir beim Miteigentümer", so Dirnberger damals, auf Granit“. Bestes Beispiel sei Mexiko gewesen – für die Anger-Geschäftsführung klar ein Wachstumsmarkt. Dirnberger hätte dort personell gern stärker auf die Tube gedrückt – doch der Miteigentümer legte sich quer: „Wir fuhren da nur auf Standby“. Ausbau des Standorts Jetzt gelte es, den formellen Abschluss des Verkaufsprozesses der UniCredit Bank Austria AG /EK Fin/ Montana Tech AG abzuwarten, so Dirnberger. „Sollte es dazu kommen, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir rasch nach einem Verkauf der EK Mittelstandsfinanzierung AG die 49-Prozent-Anteile erwerben können“. Der Standort soll laut Anger-Geschäftsführung weiter gestärkt werden – Traun bleibt „Know-How Zentrale und Fertigungsstandort“, so Dirnberger. (dp)