Verpackungsindustrie

Unilever will die verarbeitete Menge an Neuplastik deutlich senken

Der Kosmetik- und Lebensmittelhersteller Unilever will nach eigenen Angaben die Menge an neuen Kunststoffen bei seinen Verpackungen stark senken. Verpackungen sollen wiederverwendbar, recyclingfähig oder kompostierbar sein. Eine Schwierigkeit dabei: Es gibt nicht genug hochwertiges recyceltes Polypropylen.

Der Kosmetik- und Lebensmittelhersteller Unilever will nach eigenen Angaben die Menge an neuen Kunststoffen bei seinen Verpackungen stark senken. Der niederländisch-britische Konzern hat Konzernsitze in Rotterdam und London.

Unilevers Pflegemarke Dove will bis zum Jahr 2025 erreichen, dass neue Verpackungen aus 100 Prozent recyceltem Kunststoff PCR bestehen sollen. Die Verpackungen der Waschstücke dieser Marke sollen weltweit plastikfrei werden. Zudem will Dove ein neues nachfüllbares Deo-Format testen, das den
Plastikverbrauch stark reduzieren soll.

Engpässe bei recyceltem Propylen

Unilever will ebenfalls Plastik reduzieren und Verpackungen so gestalten, dass sie wiederverwendet und recycelt werden können. Bis zum Jahr 2025 sollen sämtliche Kunststoffverpackungen des Herstellers wiederverwendbar, recyclingfähig oder kompostierbar sein. Mindestens ein Viertel der verarbeiteten Kunststoffe sollen aus Recycling stammen.

White Paper zum Thema

Einige Produkte sollen schon ab dem dritten Quartal nächsten Jahres zu 97 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen. Eine Schwierigkeit dabei sei, meldet der Hersteller, dass es "nicht genug zuverlässiges, hochwertiges recyceltes Polypropylen gibt."

(red)

Verwandte tecfindr-Einträge