Atomkraft

Südafrika stoppt Pläne für neue russische Atomkraftwerke

Südafrika will bis auf Weiteres keine russischen Atomkraftwerke kaufen. Russlands Präsident Putin habe das verstanden und "die Antwort gut aufgenommen", so Regierungschef Ramaphosa.

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Südafrika will bis auf Weiteres keine russischen Atomkraftwerke kaufen. Wegen der schwachen Wirtschaftslage könne sich Südafrika den Bau neuer Kernkraftwerke nicht leisten, erklärte Präsident Cyril Ramaphosa nach einem Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. am Rande des BRICS-Gipfels in Johannesburg.

Südafrika müsse sich zunächst um "dringendere Bedürfnisse" seiner Bürger sorgen. Dies habe Putin auch verstanden und "die Antwort gut aufgenommen", sagte Ramaphosa. "Momentan können wir uns keinen Ausbau der Atomkraft leisten."

Ramaphosas Vorgänger Jacob Zuma hatte eine strategische Partnerschaft mit Russlands staatlichem Atomunternehmen Rosatom angebahnt. Es blieb jedoch unklar, ob und in welcher Höhe Südafrika dadurch bereits finanzielle Verpflichtungen eingegangen war. Derzeit gibt es in Südafrika ein Atomkraftwerk. Südafrika bezieht rund 90 Prozent seines Energiebedarfs aus Kohle. Das am meisten entwickelte Land Afrikas hat derzeit noch einen Stromüberschuss und exportiert in Nachbarländer. (dpa/apa/red)

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