Bahnindustrie

Siemens vertagt Entscheidung zur Fusion mit Bombardier

Die Bahnindustrie des Westens muss auf den neuen chinesischen Riesen CRRC reagieren, dessen Entstehen sie zum Teil selbst befördert hat. Eine Fusion der Bahnsparten von Siemens und Bombardier werde aber so schnell nicht kommen, sagt Siemens-Chef Kaeser.

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat die Erwartungen an eine rasche Fusion der Eisenbahn-Sparte mit einem Konkurrenten gebremst. "Natürlich wird man eine starke Nummer zwei bauen müssen", sagte Kaeser.

Die Branche müsse darauf reagieren, dass - fast unbemerkt von den Wettbewerbsbehörden - in China durch die Fusion der Nummer eins und zwei der Weltmarktführer CRRC entstanden sei: Siemens mit Bombardier: 8 zentrale Eckdaten zu Fusionsgesprächen >>

"Aber ich würde nicht darauf wetten, dass es schnell geht." Das Geschäft von Siemens in dem Bereich sei "in gutem Zustand".

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Siemens vertagt Entscheidung

Den Namen des kanadischen Rivalen Bombardier, mit dem Siemens Insidern zufolge über eine Zusammenlegung des Zug- und des Signaltechnik-Geschäfts spricht, erwähnte Kaeser nicht.

Die Gründung zweier Gemeinschaftsunternehmen zwischen Siemens und Bombardier sollte diese Woche Thema im Siemens-Aufsichtsrat sein, wie mehrere Insider vorher Reuters gesagt hatten. Sitz beider Joint Ventures solle Berlin sein. Eine Entscheidung sei aber vertagt worden, sagte einer von ihnen. Weitere derzeit bekannte Details zu den Verhandlungen: Fusion der Bahnsparten von Siemens und Bombardier: Ergebnisse in Kürze >>

(reuters/apa/red)

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