Bahnindustrie

Siemens mit Bombardier: 8 zentrale Eckdaten zu Fusionsgesprächen

Eine neue Fusion in der europäischen Bahnindustrie sei nur eine Frage der Zeit, heißt es bei Siemens - als Reaktion auf die neue Konkurrenz aus China. Eine Zusammenlegung bei Siemens und Bombardier hätte deutliche Auswirkungen auf den Standort Wien. Hier die acht wichtigsten Antworten zur Situation heute.

(1) Die Eckdaten: Wer, wann und mit wem?

Siemens-Finanzchef Ralf Thomas wollte sich dazu diese Woche zwar nicht näher in die Karten schauen lassen - aber klar ist für ihn, dass es zu weiteren Umwälzungen in der Branche kommen wird. Angesichts der massiven Wettbewerbsverschärfung könne "der Konsolidierungsprozess zwangsläufig nicht an der bestehenden Stelle stehen bleiben", sagt der Manager gegenüber Medien zur Halbjahresbilanz.

Siemens-Vorstand: Ganz viele Kombinationsmöglichkeiten

Wer am Ende mit wem, das werde sich zeigen, da seien "mannigfaltige Kombinationsmöglichkeiten" denkbar. Indes müssen die Kartellwächter mitspielen - und an die sendet Thomas deutliche Signale. "Ich glaube, dass die Kartellbehörden sich den weltweiten Wettbewerb in der Branche ansehen sollten", sagte Thomas diese Woche in einem Fernsehinterview in München. "Eine weitere Konsolidierung des Marktes wird seit langem erwartet und sollte auch kartellrechtlich mit einer globalen Sicht auf die Veränderungen betrachtet werden."

Neue Konkurrenz aus China

Starker Treiber ist die Konkurrenz aus China. Dort haben sich die beiden größten Zughersteller zum neuen Giganten CRRC zusammengetan, der alleine größer ist als die Sparten von Siemens, Bombardier und Alstom zusammen.

Diese Fusion ist der jüngste und stärkste Auslöser des aktuellen Konsolidierungsprozesses in der Branche.