Personalia

Siemens: Finanzvorstand Ralf Thomas bleibt Aufsichtsrat von Siemens Energy

Die Hauptversammlung von Siemens Energy, einer ehemaligen Konzerntochter von Siemens, hat Ralf Thomas als Aufsichtsrat bestätigt, obwohl viele Aktionäre Bedenken hatten. Thomas solle aber in spätestens einem Jahr wieder gehen, meinte im Vorfeld Aufsichtsratschef Joe Kaeser.

Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas bleibt trotz Bedenken von Aktionären im Aufsichtsrat der ehemaligen Tochter Siemens Energy. Die Hauptversammlung bestätigte Thomas mit 84,7 Prozent als Mitglied des Aufsichtsrats des Energietechnik-Konzerns, wie Aufsichtsratschef Joe Kaeser sagte.

Einflussreiche Aktionärsberater hatten sich im Vorfeld gegen eine Wahl von Thomas ausgesprochen, weil dieser als Vertreter des Großaktionärs auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist, der über die Bilanzen von Siemens Energy wacht. Den Posten solle besser ein unabhängiger Kandidat bekleiden.

Ralf Thomas soll aber in spätestens einem Jahr wieder gehen

Kaeser hatte daraufhin zugesagt, dass Thomas den Posten als Chef des Ausschusses spätestens in einem Jahr abgeben werde. Das beschwichtigte offenbar viele kritische Aktionäre. Der Experte der deutschen Fondsgesellschaft Deka für gute Unternehmensführung, Winfried Mathes, hatte erklärt, seine Bedenken gegen die Wahl von Thomas seien damit ausgeräumt.

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Kaeser, der vor einer Woche als Siemens-Vorstandschef in den Ruhestand gegangen war, bekam mit 92,6 Prozent Ja-Stimmen das zweitschlechteste Ergebnis aller Aufsichtsratsmitglieder. Die Siemens AG, die noch 35,1 Prozent an Siemens Energy hält, hatte bei den Abstimmungen vereinbarungsgemäß nur etwa die Hälfte ihrer Aktien in die Waagschale geworfen.