Kraftwerkebau

Russische Power Machines beendet Kooperation mit Siemens

Der russische Anlagenbauer Power Machines und Siemens gehen in Zukunft getrennte Wege. Power Machines steht wegen angeblicher Lieferung von Siemens-Turbinen auf die Krim auf den Sanktionslisten der EU und der USA.

Das russische Unternehmen Power Machines des Stahlmagnaten Alexej Mordaschow hat den Verkauf seiner Anteile am Gemeinschaftsunternehmen mit Siemens angekündigt. Power Machines werde den 35-Prozent-Anteil am Joint Venture Siemens Gas Turbine Technologies an Siemens verkaufen, bestätigte der deutsche Konzern in Moskau einen Bericht der russischen Zeitung "RBK". Ein Datum oder Kaufpreis wurden nicht genannt.

Worum es in dem Fall geht

Power Machines steht auf den Sanktionslisten von EU und USA, weil das Unternehmen über Gas Turbine Technologies an der Lieferung von vier Siemens-Gasturbinen auf die von Russland 2014 annektierte ukrainische Krim-Halbinsel beteiligt gewesen sein soll. Dazu: Washingtons neue Sanktionen treffen auch einen Partner von Siemens >>

Siemens hatte die Turbinen an die russische Firma Technopromexport verkauft. Gegen den Willen von Siemens wurden sie auf die Krim gebracht. Das war nach Auffassung des Münchner Industriekonzerns ein klarer Bruch der Lieferverträge. Siemens forderte die Beschlagnahmung der Turbinen, dies wurde von der russischen Justiz abgelehnt. (afp/apa/red)

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Im Rückblick:
Moskau will Turbinen für die Krim nicht hergeben >>  
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