Werkzeugmaschinen

Roland Feichtl neuer Chef des Industrieverbands Cecimo

Als erster Österreicher ist Roland Feichtl zum Präsidenten des europäischen Verbandes der Werkzeugmaschinen-Industrie CECIMO gewählt worden. Sein Ziel: Diese in Österreich besonders starke Branche entsprechend zu vertreten.

Roland Feichtl, Geschäftsführer von Krause & Mauser / Krauseco Werkzeugmaschinen, wurde bei der vergangenen Generalversammlung des europäischen Verbandes der Werkzeugmaschinen-Industrie (CECIMO) für die Periode 2018-2019 zum neuen Präsidenten gewählt.

Roland Feichtl führt damit die europäische Werkzeugmaschinen-Industrie an, die für ein Drittel der weltweiten Produktion steht und technologisch noch immer die Benchmark darstellt. Werkzeugmaschinen sind die Basis jeder industriellen Produktion und ein Herzstück der europäischen Industrie.

Diese Wahl stelle eine "Auszeichnung für die Unternehmerpersönlichkeit Roland Feichtl dar“, so Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie. Zugleich sei es erfreulich, dass "rechtzeitig zur österreichischen EU-Präsidentschaft ein Österreicher auch Präsident eines der bedeutendsten Industrie-Branchenverbände auf Brüsseler Ebene geworden ist.“

White Paper zum Thema

Interessensvertretung der Industrie auf europäischer Ebene

Roland Feichtl war bei CECIMO lange Jahre Member of the Board of Delegates und ist bestrebt, der europäischen Werkzeugmaschinen-Industrie eine starke Stimme auf europäischer Ebene zu geben.

Die wichtigsten Themen in seiner Amtszeit als Präsident des Verbands seien, so Feichtl, die Vorreiterrolle bei Industry 4.0, der Künstlichen Intelligenz, Big Data und Dateneigentümerschaft zu sichern. Ferner die Investitionslücken in Europa zu überwinden und Maßnahmen gegen die Überalterung des Maschinenparks zu setzen. Schließlich sei ein Fokus zu richten auf die wirtschaftlichen Prioritäten der EU im Bereich der Industrialisierung und Reindustrialisierung Europas als eine Basis für Wohlstand und Sicherheit.

"Mehr Verständnis für Bedürfnisse unserer Branche"

Dazu meint Feichtl, die größte Herausforderung sei es, den Vertretern der europäischen Kommission und des europäischen Parlaments die strategische Rolle dieser Industrie für Europa klar zu machen.

"Gerade unsere Industrie ist wesentlich verantwortlich für das Beschäftigungswachstum, den wirtschaftlichen Wohlstand und vor allem die Investitionen in Europa. Es ist absolut notwendig, gegenüber den Verantwortlichen auf der europäischen Ebene mehr Verständnis für die Bedürfnisse unserer Branche einzufordern, damit keine weiteren Verschlechterungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintreten.“

Gegen ausschließliche Fokussierung auf Elektromotoren

Der Manager sieht in der einseitigen Forcierung der batteriegetriebenen Elektromobilität durch die Politik eine Scheinlösung und wendet sich gegen den gegenwärtigen Mainstream. „Die Politik sollte den Rahmen vorgeben und nicht technologische Lösungen auswählen. Es gibt noch weitere attraktive Lösungen, wie beispielsweise die Brennstoffzelle, mit der wir durch unsere weltweite Technologieführerschaft einen echten und wirklichen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung erreichen könnten. Der ausschließliche Fokus auf die Elektromobilität nimmt uns Optionen und gefährdet darüber hinaus Millionen hochwertiger europäischer Arbeitsplätze.“

Zur Person

Dr. Roland Feichtl, Jahrgang 1957, absolvierte die HTL für Maschinenbau in Linz und arbeitete dann als Konstrukteur und Projektleiter im Maschinenbau der Voest. Nebenberufliches Studium an der Johannes Kepler Universität Linz (Technische Mathematik) / TU Wien (Fertigungstechnik). Aufbau und Leitung des Geschäftsbereiches TMS / Roboteranlagen für die Automobilindustrie.

Seit 1993 ist Feichtl Vorsitzender der Geschäftsführung der Krause & Mauser Gruppe mit dem Wiener Feinbohr-Spezialisten Krauseco Werkzeugmaschinen GmbH.

Feichtl ist außerdem Miteigentümer und Vorsitzender des Aufsichtsrates von Feiba Engineering & Plants in Traun/OÖ, ein auf Automation und Robotik-Applikationen spezialisiertes Unternehmen.

Zur Krause & Mauser Gruppe

Die Krause & Mauser Gruppe liefert Maschinen und Anlagen für die Serienproduktion, insbesondere für den automotiven Antriebsstrang sowie Chassis und Karosserie. Das Produktprogramm umfasst Sondermaschinen, flexible Bearbeitungsmodule, Crack- und Montagesysteme, Automation und Robotik.

Das Unternehmen mit einem besonderen Fokus auf Innovation und Technologie ist weltweit führend in den Bereichen Feinbearbeitung, Laser-Cracken, Pleueltechnologie sowie kundenorientierte Automationslösungen.

(red)