Energieindustrie

OMV: Die Ölpreise werden sich nicht mehr erholen

Der größte heimische Industriekonzern erwartet nun langfristig einen Ölpreis rund um 60 Dollar statt wie bisher 75 Dollar je Fass. Der Grund sei ein sich abzeichnender "Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Welt".

Die OMV erwartet nun langfristig einen deutlich niedrigeren Ölpreis als bisher. Grund sei der sich abzeichnende raschere "Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Welt", heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Langfristig geht die OMV nun von 60 Dollar je Fass Brent-Öl aus, statt von 75 Dollar. Für die OMV bedeutet das eine Abschreibung von 600 Mio. Euro.

Eine Abschreibung von 600 Mio. Euro

Für 2021 erwartet der größte heimische Mineralölkonzern anhaltende Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und damit einen Brent-Ölpreis von 50 Dollar per Barrel (159 Liter). 2022 und 2023 werden nun jeweils 60 Dollar je Fass erwartet, 2024 bis 2029 dann 65 Dollar. Ab 2035 dürfte der Ölpreis dann wieder auf 60 Dollar sinken. Bisher hatte die OMV für 2022 einen Preis von 70 Dollar und danach 75 Dollar angenommen.

Die Aktualisierung der Preisplanung werde zu nicht zahlungswirksamen Netto-Wertminderungen von rund 600 Mio. Euro nach Steuern im Ergebnis des dritten Quartals führen, einschließlich geringfügiger Wertaufholungen, teilte die OMV mit. Diese werden den Upstream-Bereich betreffen und sich etwa zu gleichen Teilen auf materielle Vermögenswerte und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus der Exploration aufteilen. (apa/red)