Für Bemühungen im Energiebereich

OMV-Boss Rainer Seele soll russischen Freundschaftsorden bekommen

Gute Nachrichten für OMV-CEO Rainer Seele: Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Dekret unterzeichnet, wonach Seele für dessen Bemühungen im Energiebereich für einen russischen Freundschaftsorden vorgeschlagen ist.

OMV-Boss Rainer Seele: Wichtiger Investor der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2.

Vor 50 Jahren lieferte die Sowjetunion erstmals Erdgas im industriellen Maßstab in ein westliches Land - und zwar nach Österreich. Die OMV und Gazprom haben dieses Jubiläum im Juni mit einer Gala in der Hofburg gefeiert.  Jetzt soll auch der Einsatz von OMV-Boss Rainer Seele für die verstärkte Kooperation und Freundschaft mit Russland ausgezeichnet werden:Der russische Präsident Wladimir Putin will OMV-Chef Rainer Seele für dessen Bemühungen im Energiebereich mit einem Freundschaftsorden auszeichnen. Seele habe sich als Vorstandschef des österreichischen Energiekonzerns für eine verstärkte Kooperation und Freundschaft mit Russland eingesetzt, hieß es in einem von Putin unterschriebenen Dekret am Montag.

Ein Kommentar von OMV hierzu lag zunächst nicht vor. Der 58 Jahre alte Seele, der aus Bremerhaven stammt und zuvor Chef des deutschen Öl- und Gaskonzerns Wintershall war, führt die OMV seit 2015.

Das österreichische Unternehmen ist ein wichtiger Investor der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Neben dem russischen Unternehmen Gazprom unterstützen auch Wintershall und Uniper sowie die niederländisch-britische Shell und Engie aus Frankreich die Trasse. Die OMV hat knapp 500 Mio. Euro in das Projekt gesteckt.

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Die Beziehungen zwischen Wien und Moskau hatten in den vergangenen Wochen für Irritationen gesorgt. Putin war unter anderem Gast bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ). Kritiker sahen durch diese Geste die Vermittlerrolle Österreichs, das aktuell den EU-Ratsvorsitz innehat, zum Beispiel im Ukraine-Konflikt beschädigt.