Software

Nach USA verbietet auch Litauen Software des russischen Anbieters Kaspersky

Hunderttausende westliche Firmen haben die Software des russischen Anbieters Kaspersky installiert - doch nach dem Verbot der USA und Warnungen Großbritanniens verbietet jetzt auch Litauen dessen Produkte. Die Software könne die nationale Sicherheit in den Bereichen Energie, Finanzen und Transport gefährden, so das baltische Land.

Ein weiterer Rückschlag für den russischen Sicherheitssoftware-Spezialisten Kaspersky: Nach den USA verbot auch die Regierung Litauens die Kaspersky-Software auf diversen Computern.

Betroffen sind demnach Rechner von Behörden und Privatunternehmen, die für die Steuerung der Infrastruktur notwendig sind. Dazu zählten der Energie-, der Finanz- und der Transportsektor.

Der Einsatz der Software könnte die nationale Sicherheit gefährden, hieß es zur Begründung. Kaspersky kündigte eine Prüfung juristischer Schritte gegen die Entscheidung der litauischen Regierung an.

USA sperren die Software wegen Spionageverdachts

Wegen Spionageverdachts hatten bereits die USA Mitte September Kaspersky-Software aus ihren Behörden verbannt. Die Regierung in Washington äußerte den Verdacht, dass Kaspersky anfällig für eine Einflussnahme durch das Präsidialamt in Moskau sei.

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Warnung auch in Großbritannien

Das Unternehmen hat die Vorwürfe zurückgewiesen. In Großbritannien warnte die für IT-Sicherheit zuständige Behörde NCSC heimische Ministerien vor der Verwendung von russischer Anti-Virus-Software.

Kaspersky ist eine weltweit aktive Softwarefirma, die zu den bekanntesten Anbietern in dem Bereich gehört. Das Unternehmen hat wiederholt beteuert, keine Beziehungen zu Regierungen zu unterhalten und keine Hilfestellung bei Cyber-Spionage zu leisten.

Kaspersky hat 270.000 Unternehmen als Kunden

Kaspersky bietet auch im deutschsprachigen Raum Programme zum Schutz von PCs und mobilen Geräten an. Zu seinen Kunden zählt das 1997 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 400 Millionen Privatpersonen und rund 270.000 Unternehmen. (reuters/apa/red)

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