Luftfahrtindustrie

Milliardenschwere Übernahme eines Zulieferers bei Boeing

Der amerikanische Flugzeugbauer will seinen Zulieferer KLX übernehmen und damit das lukrative Servicegeschäft ausbauen. Der Deal wäre mehr als vier Milliarden Dollar schwer.

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Der US-Flugzeugbauer Boeing will mit der milliardenschweren Übernahme des Luftfahrt-Zulieferers KLX sein margenträchtiges Servicegeschäft ausbauen. Als Kaufpreis nannte der US-Flugzeugbauer rund 3,2 Mrd. Dollar, umgerechnet knapp 2,7 Mrd. Euro.

Boeing biete 63 Dollar je KLX-Aktie und übernehme rund 1 Mrd. Dollar Schulden, damit werde der Komponentenhersteller mit insgesamt 4,25 Mrd. Dollar bewertet. Zuvor hatte bereits das "Wall Street Journal" über eine bevorstehende Einigung der beiden Firmen berichtet. Unsere Meldung: Boeing will Luftfahrt-Zulieferer KLX kaufen >>

KLX soll in die Wartungssparte Aviall eingegliedert werden

KLX soll bei Boeing in die für Teile, Ausrüstung und Wartung zuständige Konzernsparte Aviall eingegliedert werden. Damit könnten den Käufern der Boeing-Jets Ersatzteile und Dienstleistungen aus einer Hand angeboten werden, sagte Stan Deal, Chef des Unternehmensbereichs Boeing Global Services. Der Airbus-Rivale erwartet durch den Kauf jährliche Kostenvorteile von 70 Mio. Dollar ab 2021. Am Geschäftsausblick für das laufende Jahr soll sich dadurch nichts ändern.

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Lukrativer Bereich

Boeing baut seit einiger Zeit sein Servicegeschäft aus, um mehr am lukrativen Markt für Ersatzteile und Wartungsdienste teilzuhaben. Im Februar gab das Unternehmen hier Aufträge im Volumen von fast einer Milliarde Dollar bekannt. (reuters/apa/red)

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