Zulieferindustrie

Management von Grammer befürwortet Übernahme durch Jifeng

Der harte Abwehrkampf gegen die bosnische Gruppe Prevent hat den bayerischen Autozulieferer Grammer, so scheint es, sturmreif geschossen - der chinesische Hersteller Jifeng will Grammer kaufen, und die eigenen Manager befürworten das Angebot.

Vorstand und Aufsichtsrat des bayerischen Autozulieferers Grammer empfehlen den Aktionären, das Übernahmeangebot des chinesischen Interessen Jifeng anzunehmen. Die Zusagen für Arbeitsplätze, Standorte, Marke und Eigenständigkeit von Grammer seien positiv, der angebotene Kaufpreis angemessen, teilte das Unternehmen mit.

Mehr dazu:
Verkauf von Grammer an China: Vorstand dafür, Aktionäre dagegen >>

Chinesisch statt bosnisch? Zulieferer Grammer vor Übernahme >>    

Chinesen halten schon mehr als 25 Prozent

Jifengs Angebot für alle Aktien läuft noch bis zum 23. Juli. Der chinesische Zulieferer besitzt bereits mehr als 26 Prozent der Anteile.

White Paper zum Thema

Grammer beschäftigt 15.000 Mitarbeiter, davon 2.000 am Hauptsitz Amberg. Das Unternehmen stellt Mittelkonsolen und Kopfstützen für Autos sowie Sitze für Baumaschinen und Traktoren her.

Mit Angriffen von Prevent fing alles an

Eine Machtübernahme durch die bosnische Investorenfamilie Hastor und ihre Firmengruppe Prevent hatte Grammer vor einem Jahr abgewehrt - damals wurde Jifeng zu Hilfe gerufen.

In einem Investorenvertrag garantiert Jifeng nun, dass Grammer selbstständig und börsennotiert bleibt und alle Jobs für siebeneinhalb Jahre erhalten werden. (dpa/apa/red)

Mehr zu Grammer versus Prevent:

Streit mit Prevent: Zulieferer Grammer fehlen die Aufträge >>

Angriffe auf Grammer haben deutliche Spuren hinterlassen >>

Hintergrund:

Machtkampf bei Grammer - und das Bauchweh einer ganzen Branche >>

Verwandte tecfindr-Einträge