Milliardenbestellung

Lufthansa: Neue Langstreckenjets für Swiss - aber nicht für die AUA

Die Lufthansa bestellt bei Boeing Flieger für die Langstrecke mit einem Listenpreis von über zwei Milliarden Euro. Bei der Verteilung der Maschinen gehen die Austrian Airlines leer aus.

Der Aufsichtsrat der AUA-Mutter Lufthansa hat der Bestellung von insgesamt bis zu 16 weiteren Flugzeugen zugestimmt. Der Listenpreis für die Flugzeuge liegt bei rund 2,1 Mrd. Euro.

Die Austrian Airlines gehen diesmal leer aus - während die Schweizer Konzernschwester zwei neue Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777-300ER bekommt, wie aus einer Mitteilung der Lufthansa hervorgeht.

Auch zahlreiche Flieger bei Airbus bestellt

Bestellt werden aber auch bis zu zwölf Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen der A320-Familie. Dabei werden sechs Lieferoptionen für Flugzeuge vom Typ Airbus A320neo (new engine option) im Jahr 2022 in feste Bestellungen umgewandelt. Mit der Auslieferung sollen "ältere Flugzeuge in den Flugbetrieben der Lufthansa Group ersetzt werden". Nach Verfügbarkeit werden zusätzlich bis zu sechs A320neo bestellt. Diese sollen noch heuer bei der Lufthansa selbst eingesetzt werden, um die Verzögerungen bei der Auslieferung von Airbus A320neo zu kompensieren.

Die Boeings für die Swiss sollen ab Anfang 2020 deren Flotte ergänzen. Die Auslieferung aller bestellten Flugzeuge ist sukzessive bis 2022 geplant. Mit der Investition von mehr als 600 Mio. US-Dollar (Gut 500 Mio. Euro) schaffe Swiss über 300 zusätzliche Arbeitsplätze, zitierte die schweizerische Nachrichtenagentur sda aus einer Swiss-Mitteilung.

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AUA: Investitionsplan für 2018 bleibt unverändert

"Der Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2018 bleibt unverändert", hält die AUA-Mutter fest. Bestellt werden auch zwei Boeing 777F für Lufthansa Cargo. Die Frachtflugzeuge werden langfristig ältere Frachter vom Typ MD11 ersetzen.

"Die Investition in eine Flottenerweiterung bei Swiss und eine modernere Frachterflotte reflektieren den wirtschaftlichen Erfolg beider Unternehmen. Swiss hat im für Airlines traditionell schwachen ersten Quartal eine Marge von über neun Prozent erreicht, Lufthansa Cargo über zehn Prozent", so die Lufthansa.  (APA/red)