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Kampf um B&C Stiftung: Aufsichtsratschef Hampel legt alle seine Funktionen bei Bank Austria nieder

Aufgrund eines drohenden Interessenskonflikts verlässt Aufsichtsratschef Erich Hampel die Bank Austria. Er leitet auch den Vorstand der B&C Privatstiftung und stand damit in dem sich anbahnenden Rechtsstreit auf beiden Seiten.

Wie mehrfach berichtet will Investor Michael Tojner mit einer Gruppe von Investoren die B&C übernehmen. Laut unbestätigten Medienberichten bietet Tojner der UniCredit 100 Millionen Euro, damit sie ihm ihre Rechte als Begünstigte und Letztbegünstigte der Stiftung überlässt. Außerdem solle es 150 Millionen Euro dafür geben, dass der Stiftungsvorstand umbesetzt und für Tojner oder von ihm ausgewählte Personen geöffnet wird. Aus Sicht der B&C Stiftung, die das Angebot als feindliche Übernahme einstuft, hat die UniCredit diese Rechte aber nicht mehr, da sie bereits 2008 abgegolten worden seien.

Nun legt Aufsichtsratschef Erich Hampel bei der Bank Austria alle seine Funktionen nieder. Er habe in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der UniCredit, Jean-Piere Mustier, deren Generalmanager Gianni Franco Papa und COO Ranieri de Marchis, an den Vorstand der Bank Austria unter Robert Zadrazil sowie an Finanzmarktaufsicht (FMA) und Oesterreichische Nationalbank (OeNB) seinen Rückzug mit sofortiger Wirkung aus allen Funktionen mitgeteilt, schreibt der "Standard" ohne Angabe von Quellen.

Hampel habe "als Aufsichtsratschef der Bank Austria von den Entscheidungen des für die Tojner-Angelegenheit zuständigen Executive Management Committee in Mailand und des UniCredit-Verwaltungsrats formell nichts erfahren, obwohl sie in seinen Augen für die von ihm mitkontrollierten Bank Austria von unmittelbarer Bedeutung sind". Und weiter: "Dem Vernehmen nach spricht Hampel von einem rechtswidrigen Verhalten der Italiener rund um die B&C-Angelegenheit."

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Hampel lege acht Aufsichtsratsmandate zurück, neben dem Vorsitz im Kontrollgremium der BA etwa sein Mandat in den jeweiligen UniCredit-Töchtern in Serbien, Ungarn und Kroatien, aber auch bei Bausparkasse Wüstenrot und Oesterreichischer Kontrollbank. Mit diesem Schritt wolle er mögliche Interessenskonflikte aus der Welt schaffen. (apa)

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