Nutzfahrzeuge

In drei Jahren wird der Abbiegeassistent bei neuen Lastwagen Pflicht

Nach einer Entscheidung der EU soll es bei neuen Lkw ab 2022 verpflichtend einen Abbiegeassistenten geben, der Fahrer auf Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel aufmerksam macht. Verkehrsminister Norbert Hofer kündigt dazu Förderungen für Frächter in Österreich an.

Ab 2022 soll es bei neuen Lkw verpflichtend einen Abbiegeassistenten geben, der Fahrer auf Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel aufmerksam macht. Entsprechende Sicherheitsvorschriften hat der Binnenmarktausschuss des Europaparlaments in Brüssel beschlossen.

Die EU-Sicherheitsvorschriften müssen noch vom Plenum des Europaparlaments und den EU-Staaten verabschiedet werden. Dies gilt aber nur mehr als eine Formsache.

Hofer begrüßt EU-Abstimmungsergebnis

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) begrüßte das Ergebnis. Auch ARBÖ und VCÖ bewerten die Entscheidung als positiv, fordern aber bis zur Verpflichtung eine freiwillige Ausstattung und weitere Sicherheitsmaßnahmen.

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Fördertopf für Frächter

In einer Aussendung kündigte Hofer an, sobald das Gesetz endgültig formell beschlossen worden sei, gelte eine 30-monatige Frist für die Hersteller. Ab Ende 2021 werden demnach nur mehr Lkw genehmigt, die einen Abbiegeassistenten eingebaut haben. Bis dahin werde es in Österreich "einen Fördertopf in der Höhe von einer Million Euro geben, um all jene Frächter zu unterstützen, die nachträglich Abbiegesysteme in ihre Lkw einbauen wollen", so Hofer weiter.

Durch die einstimmig beschlossene Regelung garantiere der Verkehrsminister jedoch eine sofortige verpflichtende Umsetzung innerhalb der Landesgrenzen nach Ablauf der 30-Monats-Frist.