Schifffahrt

Hafen Triest nun mit Bahnverbindung nach Nürnberg

Der einst bedeutende Hafen der Habsburger Monarchie gehört für österreichische Unternehmen bis heute zu den wichtigsten Häfen. Nun baut der Hafen Triest sein intermodales Netzwerk aus.

Der Hafen Triest baut sein intermodales Netzwerk aus. So startete der erste Zug, der den ehemaligen habsburgischen Hafen direkt mit dem Nürnberger Terminal TriCon verbindet. Dieser wird von der Gesellschaft "Bayernhafen" verwaltet. Der Zug fährt einmal pro Woche nach Nürnberg, bis Ende 2021 werden es zwei Mal sein, teilte die Hafenbehörde von Triest mit.

Für die neue Bahnverbindung ist das Joint Venture Mercitalia Rail-TX zusammen mit der Gesellschaft Alpe Adria zuständig, die an der Entwicklung der intermodalen Logistik-Dienstleistungen des Hafens von Triest arbeitet.

"Diese neue Bahnverbindung bezeugt die internationale Berufung des Hafens Triest, der immer mehr die Bahnvernetzung mit Mitteleuropa, angefangen von Bayern, ausbauen will. Der Hafen Triest garantiert Verbindungen zu den wichtigsten europäischen Industriegebieten", kommentierte Zeno D'Agostino, Präsident der Triester Hafenbehörde.

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Neue Logistikplattform

Im Hafen Triest wurde Ende September eine Logistikplattform eingeweiht. Das neu erschlossene Areal, das auf Umschlag von Container- und RoRo-Verkehr ausgelegt ist, nimmt im ersten Quartal 2021 den Betrieb auf. Der Terminal verfügt über einen eigenen Bahnanschluss. Bei der Verwaltung der neuen Plattform wird künftig der Hamburger Hafenlogistikkonzern HHLA mitmischen. Das börsennotierte Unternehmen übernimmt nach Investitionen in Odessa in der Ukraine und Tallin in Estland mit 50,01 Prozent die Mehrheit am Multifunktions-Terminal in Triest. (apa/red)

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