Zulieferindustrie

Günther Apfalter: Magna plant in Slowenien ein "zweites Grazer Werk"

Nach den Worten von Günther Apfalter, Chef des Autozulieferers Magna in Europa, soll in den nächsten Monaten in Slowenien eine Art zweites Grazer Werk entstehen. Neben den kurzen Logistikwegen habe man auch beste Erfahrungen mit slowenischen Arbeitern gemacht.

 Der Autozulieferer Magna wolle in Slowenien in den nächsten 12 bis 15 Monaten eine Art "Werk 2 Graz" aus der Taufe heben, sagte Magna-Europa-Chef Günther Apfalter bei einem slowenisch-österreichischen Wirtschaftsforum in Ljubljana.

Gute Mitarbeiter, kurze Wege

Für den Standort in der Nähe von Maribor gibt es nach Worten des Magna-Präsidenten mehrere Gründe. Magna habe beste Erfahrungen mit slowenischen Arbeitnehmern, sagte Apfalter. Täglich pendeln rund 700 Mitarbeiter aus Slowenien in das Grazer Werk, das insgesamt 7.000 beschäftigte hat und das größte Werk im Magna Konzern ist. Auch die kurze Logistikkette spreche für Maribor. "Graz und Maribor sind international gesehen um die Ecke", so Apfalter.

Schwierigkeiten bei der geplanten Lackieranlage

In Slowenien soll zunächst eine Lackieranlage gebaut werden. Wenn es die Auftragslage erlaube, werde später auch ein ausgebautes Werk errichtet, sagte Apfalter. Mit genau dieser Lackieranlage gibt es allerdings gerade Probleme - nicht alle Menschen sind von der Veränderung der Umwelt begeistert.

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Althaus: Stärkung der Standorte in Slowenien wie in Österreich

Laut Dieter Althaus, Vizepräsident von Magna Europe, würde die Umsetzung der geplanten Investition in Slowenien eine Stärkung für die ganze Region bedeuten, für Österreich und für Slowenien.

Der slowenische Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek beteuerte unterdessen die feste Entschlossenheit der slowenischen Regierung, die Magna-Investition in dem vereinbarten Zeitrahmen umzusetzen. Die Lösungen aus dem Spezialgesetz, das dem Minister zufolge aus Zeitnot verabschiedet worden, um die Investition rechtzeitig durchführen zu können, sollen auch in einem neuen Gesetz zur Förderung von Investitionen in Slowenien verwendet werden. Das neue Gesetz werde bis Jahresende vorbereitet, so Pocivalsek.

Das Wirtschaftsforum, an dem rund 150 Geschäftsleute aus Slowenien und Österreich teilnahmen, besuchte zum Abschluss des offiziellen Besuches in Slowenien auch Bundespräsident van der Bellen sowie sein slowenische Amtskollege Borut Pahor. (apa/red)

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