Energieversorger

EVN kündigt Investitionen von einer Milliarde Euro an

Der niederösterreichische Versorger will in den kommenden Jahren rund eine Milliarde Euro in den Umbau der Energiesysteme investieren und zugleich etwa 7.300 Arbeitsplätze im Bundesland sichern oder neu schaffen. Für die Stromnetze seien davon 650 Mio. Euro eingeplant, so die EVN.

Etwa 1 Mrd. Euro will die EVN in den kommenden drei Jahren in die Energiewende und in die Versorgungssicherheit investieren. Damit soll vor allem der Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Strom- und Wärmenetze finanziert und die Trinkwasserqualität sichergestellt werden, hieß es in einer Aussendung. Durch die Maßnahmen können laut Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bis 2024 "7.300 Arbeitsplätze in Niederösterreich geschaffen bzw. abgesichert werden".

Große Positionen für Stromnetze und Wärmeversorgung eingeplant

640 Mio. Euro sollen in die Versorgungssicherheit, 300 Mio. Euro in die Energiewende und 60 Mio. Euro in die Sparte Trinkwasser fließen, kündigten die EVN-Vorstandsdirektoren Stefan Szyszkowitz und Franz Mittermayer an. Im Detail kämen 650 Mio. Euro der Infrastruktur des Stromnetzes und 100 Mio. Euro der Wärmeversorgung zugute. 200 Mio. Euro sollen in erneuerbare Energien gesteckt werden. So sei ein Photovoltaikprojekt auf dem Areal des früheren Kohlekraftwerks Dürnrohr geplant, bestehende Windparks sollen verdichtet und auch mit neuen Anlagen ausgestattet werden.

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LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) bezeichnete die Investition als "enormen Schub für unsere Energiewende und für eine sichere und saubere Versorgung" Er forderte abermals die rasche Verabschiedung des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes, das Fördermodalitäten für Strom aus Wind, Wasser, Sonnenkraft und Biomasse regeln soll, durch den Bund. Diese Investitionen würden "sofort wirken, sofort das Klima schützen und sofort Arbeitsplätze schaffen". (apa/red)

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