Energieversorger

Ende der Isolation: Wien Energie feiert ihre Kraftwerkmitarbeiter

53 Männer von Wien Energie haben sich Mitte März in völlige Isolation begeben, um beim schlimmsten Verlauf der Seuche die Kraftwerke der Bundeshauptstadt steuern zu können. Ein Schritt, der europaweit Beachtung fand. Nun ist die Isolation zu Ende.

Seit Mitte März haben sich 53 Mitarbeiter der Wien Energie freiwillig in Isolation befunden, um die Energieversorgung der Stadt auch im Fall einer massiven Corona-Infizierungswelle zu sichern. Mit dem heutigen Donnerstag wird die Maßnahme beendet und die Mitarbeiter können die eigens eingerichteten Isolierstationen verlassen.

Ein Schritt, der in ganz Österreich, in Deutschland und europaweit beachtet wurde. "Es war goldrichtig, so früh zu starten. Wir hatten natürlich auch das Glück, über ein großartiges Team zu verfügen. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein großer Teil der Belegschaft freiwillig aufzeigt, um so einen verantwortungsvollen Job anzutreten", so Alexander Kirchner, Leiter des Bereichs Betrieb.

Völlige Isolation an vier Standorten

Die Isolierstationen befinden sich an den Standorten Spittelau, Simmering, Flötzersteig und Simmeringer Haide und sollen vorerst weiter erhalten bleiben - für den Notfall. "Eine zweite, neue Isolationsmannschaft könnte innerhalb kürzester Zeit einrücken, sollte es die Infizierungslage erfordern," versicherte Kirchner.

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Im Rückblick:
Wien Energie: 53 Männer ziehen in Isolierstationen in Kraftwerken >>

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Im Bild das "Team Spittelau 2"

Vorerst soll keine neue Mannschaft dort einziehen, hieß es. Der Betrieb in der Wien Energie werde jedenfalls unter strengsten Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften, aber im normalen Schichtdienstmodell weitergeführt, hieß es. Um die Ansteckungsgefahr auf einem Minimum zu halten und Kontakte zwischen Schlüsselpersonal zu reduzieren, hat das Energieunternehmen in den vergangenen Wochen zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen im Kraftwerksbereich ergriffen. Dazu zählen zum Beispiel die gezielte Desinfektion von Arbeitsmaterialien, Maskenpflicht, Abstandhalten oder die kontaktlose, elektronische Schichtübergabe.

Umweltstadträtin Uli Sima: "Allergrößten Respekt"

Ein Dankeschön für die 53 Mitarbeiter gab es auch von der zuständigen Umweltstadträtin Uli Sima (SPÖ), die in einer Aussendung deren "beispielhaftes Engagement" hervorhob. "Vier Wochen waren sie von ihren Familien abgeschnitten, um die Energieversorgung unserer Stadt zu sichern. Das verdient den allergrößten Respekt." (pm mit apa)

Wien, Energie, Wiener, Stadtwerke, Corona, Coronavirus, Isolation, Team, Simmering © Wien Energie

Im Bild das "Team Simmering"

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