Digitalisierung

Die europäische Cloud "Gaia-X" nimmt langsam Gestalt an

Das europäische Cloud-Projekt Gaia-X nimmt allmählich Gestalt an. 22 Unternehmen und Institutionen - je zur Hälfte aus Deutschland und Frankreich - haben die notariellen Unterlagen für die Gründungsorganisation unterzeichnet, unter anderem unter anderem BMW, Bosch und SAP.

Das europäische Cloud-Projekt Gaia-X nimmt allmählich Gestalt an. 22 Unternehmen und Institutionen - je zur Hälfte aus Deutschland und Frankreich - haben die notariellen Unterlagen für die Gründungsorganisation unterzeichnet, wie das Projekt mitteilte.

Die gemeinnützige Gründungsorganisation wird ihren Sitz in Brüssel haben. Sie ist für die Finanzierung und die Organisation des Projekts verantwortlich, mit dem Europa unabhängiger von den USA und China werden will. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem BMW, Bosch, SAP, die Deutsche Telekom sowie die französischen Konzerne Atos, Orange und EDF.

Deutschlands WirtschaftsMinister Peter Altmaier sprach von einem wichtigen Fortschritt in Richtung souveräner europäischer Dateninfrastruktur. Das Projekt sei nun endgültig in feste Strukturen überführt und offen für weitere Länder. "Ich bin zuversichtlich, dass es schnell gelingen wird, weitere Mitglieder zu gewinnen", so der CDU-Politiker.

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20 Arbeitsgruppen feilen bereits an konkreten Anwendungen, unter anderem in den Bereichen Industrie, Gesundheitswesen, Finanzen und Energie. Es wird erwartet, dass Staaten am Anfang große Auftraggeber sein werden, um das Projekt in Schwung zu bringen. Anfang 2021 soll Gaia-X operativ am Markt sein und europäischen Firmen eine Alternative zu amerikanischen und chinesischen Cloud-Computing-Anbietern für Speicher-, Software- und Rechendienstleistungen über das Internet geben. (reuters/apa/red)

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