Außenhandel

Deutsche Industrie warnt Trump vor Abkehr vom Freihandel

In Europa läuten unter den stark exportorientierten Herstellern nach den jüngsten Ankündigungen des designierten amerikanischen Präsidenten die Alarmglocken. Eine Abkehr vom Freihandel schade der Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks, so der Bundesverband der Deutschen Industrie.

Die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump in Aussicht gestellte Abkehr vom Freihandel alarmiert die deutsche Industrie. "Für dauerhaften Wohlstand braucht es starke und verlässliche Partner weltweit. Jeder Rückschritt ist gefährlich", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo.

Das gelte für internationale Handelsverträge und auch für einen global erfolgreichen Klimaschutz. "Beides abzulehnen ist kontraproduktiv, es schadet der US-amerikanischen und der Weltwirtschaft", warnte Grillo.

Trump: Arbeitsplätze in die USA zurückholen

Trump will nach eigenem Bekunden als eine seiner ersten Amtshandlungen das Pazifik-Freihandelsabkommen TPP aufkündigen. Er strebt stattdessen bilaterale Handelsverträge an, mit deren Hilfe verloren gegangene Arbeitsplätze zurückgeholt werden sollen.

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Zudem will er das Freihandelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko neu verhandeln. Auch das geplante amerikanisch-europäische Freihandelsabkommen TTIP dürfte unter einem Präsidenten Trump in die Schublade wandern.

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Donald Trump will transpazifisches Handelsabkommen TPP kippen >>

In einer Videobotschaft hatte der künftige US-Präsident außerdem angekündigt, Beschränkungen für die Energiebranche zu streichen. Konkret nannte er Umweltauflagen bei der Förderung von Schiefergas und Kohle. Mit seiner Maßnahme entstünden "viele Millionen gut bezahlter Stellen". (APA/Reuters/red)

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