Beschäftigungsbonus

Daten und Fakten zum Ende des Beschäftigungsbonus

Seit 1. Februar gibt es den Beschäftigungsbonus nicht mehr. Insgesamt liefen Anträge für fast 80.000 Arbeitnehmer ein - zahlreiche davon von Magna, deren Chef Apfalter das Aus des Bonus’ scharf kritisierte.

Günther Apfalter Beschäftigungsbonus Magna AWS

14.673 Anträge für 79.300 Arbeitnehmer gingen bei der Förderbank aws ein, nun ist der Beschäftigungsbonus, Förderprogramm für neu angestellte Mitarbeiter, Geschichte. Seit 1. Februar können keine neuen Anträge mehr gestellt werden. 

Das Fördervolumen beläuft sich auf 1,13 Mrd. Euro, der Bund hat sich damit gegenüber dem ursprünglichen Budget von zwei Mrd. Euro zumindest rund 900 Mio. Euro erspart. Denn beim Fördervolumen handelt es sich um einen Maximalbetrag - falls alle Anträge gültig sind und alle unter dem Programm entstandenen Jobs drei Jahre, also die volle Laufzeit der Förderung, bleiben, sagte aws-Sprecher Matthias Bischof zur APA.

"Eine konsistente Wirtschaftspolitik schaut anders aus"

Nachdem die Regierung im Dezember das vorzeitige Aus für die Förderung verkündet hat, sind über 2.000 Anträge eingegangen, schreibt der "Standard". Der Automobilzulieferer Magna habe 1.400 Anträge gestellt. Im INDUSTRIEMAGAZIN-Interview hatte Magna-Chef Apfalter das Aus des Beschäftigungsbonus’ als „Rückschritt“ kritisiert.

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Knapp die Hälfte der Anträge stammten von Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Rund ein Drittel sei auf Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern entfallen, der Rest auf Mittel- (13 Prozent) und Großbetriebe (sechs Prozent), schreibt die Zeitung.

Den Beschäftigungsbonus gibt es für Betriebe, die ab 1. Juli 2017 zusätzliche Jobs schaffen. Sie konnten bis zu drei Jahre einen Zuschuss zu den Lohnnebenkosten beantragen, der 50 Prozent der Dienstgeberbeiträge ausmacht. Der Zuschuss wird ein Mal jährlich im Nachhinein ausbezahlt, das erste Mal also im Sommer 2018. (apa/red)