Bauindustrie

Brennerbasistunnel "im Zeitplan" - rollende Landstraße wird ausgebaut

Der Bau des Brennerbasistunnels liege im Zeitplan, heißt es seitens des ÖBB-Chefs Andreas Matthä und des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter. Die "Rollende Landstraße" (RoLa) soll weiter ausgebaut werden.

Symbolbild.

Der Vorstandsvorsitzende der ÖBB, Andreas Matthä, und Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) haben sich beide zuversichtlich gezeigt, was den Bau des Brennerbasistunnels (BBT) angeht. Laut Platter ist dieser "voll auf Schiene", man sei im Zeitplan. Zudem "spüre" er bei den Verhandlungen um die Zulaufstrecken in Bayern, dass man weiterkomme, sagte Platter vor Journalisten.

Derzeit seien im Rahmen der Verhandlungen zwischen Deutscher Bahn und ÖBB nur mehr fünf Varianten für die Zulaufstrecken im Gespräch, sagte Platter. Daher hoffe er auf eine baldige Entscheidung in Bayern, so Platter nach einem Arbeitsgespräch mit Matthä im Innsbrucker Landhaus.

Bei dem Treffen verständigte man sich zudem, dass die Rollende Landstraße (RoLa) weiter ausgebaut wird. Matthä kündigte an, die Kapazitäten in drei Stufen auszubauen - "bis auf 450.000 Lkw ab dem zweiten Halbjahr 2021". Hier würde allerdings auch Bayern eine "wesentliche Rolle spielen" - man müsse nämlich den Lkw-Verkehr bereits dort "auf die Schiene bringen".

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Bei dem Treffen wurde auch über den sogenannten Tirol-Vertrag 2 verhandelt, der zwischen dem Land Tirol und den ÖBB zur Weiterentwicklung der Schieneninfrastruktur und zum Ausbau von Haltestellen vereinbart werden soll. Laut Platter soll der Vertrag in der "Größenordnung von rund 200 Mio. Euro" liegen, um beispielsweise den zweigleisigen Ausbau im Oberland zu ermöglichen. Als "Horizont" nannte der Landeshauptmann dabei das Jahr 2030. Für das Vorhaben wäre jedoch vermutlich ein UVP-Verfahren notwendig, meinte Matthä.

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Bezüglich des von ihm favorisierten Fernpassbahntunnels habe man sich ebenso "darauf verständigt", diesen realisieren zu wollen, hieß es. Man habe sich geeinigt, dass eine Arbeitsgruppe eine Potenzialanalyse durchführen soll - wann ein Baustart möglich ist, wurde noch offen gelassen.

Landeshauptmannstellvertreterin und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) betonte indes die gute Zusammenarbeit mit den ÖBB "in jeglicher Hinsicht". Der zweigleisige Ausbau der Strecke im Oberland und das Projekt Fernpassbahntunnel seien jedenfalls "wichtige Infrastrukturprojekte". (apa/red)

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