Umweltzerstörung

Australischer Premier Morrison will Proteste gegen Bergbau verbieten

Die Ausbeutung von Rohstoffen ist eine zentrale Quelle des australischen Wohlstands - mit verheerenden Folgen für die Natur und das Klima. Die wachsenden Proteste von Umweltschützern dagegen will die Regierung Australiens jetzt einfach verbieten.

Bergbau Australien Umweltzerstörung Klimawandel

Der australische Premierminister Scott Morrison will nach eigener Aussage Klimaproteste verbieten lassen, die der Bergbauindustrie schadeten. Vor Industrievertretern in Brisbane rief er Unternehmen auf, Demonstranten zu ignorieren, die "Wirtschaftssabotage" betrieben.

Sein Aufruf folgt der Festnahme etlicher Demonstranten bei Protesten gegen eine internationale Bergbaukonferenz in Melbourne. Morrison bezeichnete die Klimaaktivisten als "Anarchisten" und warf ihnen vor, Unternehmen schaden zu wollen. Seine Regierung suche nach Mechanismen, mit deren Hilfe man "dieses maßlose und egoistische Vorgehen" der Demonstranten verbieten könne, das die Lebensgrundlage vieler Australier gefährde, sagte Morrison.

Zuvor hatte Innenminister Peter Dutton gefordert, dass Demonstranten für die Polizeieinsätze zahlen sollten, die durch ihr Verhalten provoziert würden. "Viele von ihnen glauben nicht einmal an die Demokratie", sagte Dutton dem Sender Nine Network. "Hier geht es nicht um Redefreiheit. Es geht nicht darum, protestieren zu dürfen. Diese Menschen lehnen unsere Lebensweise gänzlich ab", sagte Dutton. (dpa/apa/red)