Antriebstechnik

ATB Spielberg: "Angebot von Mirko Kovats war nicht seriös"

Nach der Pleite des steirischen Antriebstechnikers ATB Spielberg ist die Angebotsfrist ausgelaufen. Drei Angebote hat es gegeben, "nur zwei sind ernst zu nehmen", so der Insolvenzverwalter: Der frühere Eigentümer Kovats hatte nur einen Euro auf den Tisch gelegt.

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Die Angebotsfrist im Fall der insolventen ATB Spielberg ist vergangene Woche ausgelaufen. Insolventverwalter Gernot Prattes sagte zur APA, dass drei Angebote abgegeben wurden, "aber nur zwei davon sind ernst zu nehmen". Der frühere Eigentümer Mirko Kovats bot nämlich exakt einen Euro für die GmbH. Diese steht aber laut Prattes nicht zum Verkauf, sondern das Anlage- und Umlaufvermögen.

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Die beiden seriösen Angebotsleger wollen vorerst anonym bleiben. Diese Woche soll dann eine Gläubigersitzung stattfinden, bei der die Details besprochen werden. Kovats' Angebot sorgte bei Prattes dagegen für Unverständnis: "Die GmbH steht nicht zum Verkauf."

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Ende Juli wurden zunächst 360 Mitarbeiter des steirischen Antriebsherstellers beim AMS zur Kündigung angemeldet. Wenige Tage später reichte das Unternehmen dann auch noch nsolvenz ein. Ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung wurde beantragt. Details: ATB beantragt Insolvenz - in Spielberg bleibt nur F&E >>

Laut Unternehmen war die Produktion in Spielberg bereits seit Jahren nicht mehr wirtschaftlich, nur aufgrund von Zuschüssen durch den Eigentümer hätten signifikante Verluste laufend ausgeglichen werden können. Mit der Coronakrise sei dies jedoch nicht länger darstellbar. (apa/red)

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