Stahlindustrie

Arcelormittal sperrt Stahlwerk in Krakau zu

Der weltgrößte Stahlkonzern stellt die Produktion in seinem Werk in Polen ein. Eine schnelle Erholung der Stahlnachfrage sei nicht zu erwarten, heißt es dazu bei Arcelormittal.

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Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelormittal stellt die Produktion in seinem Werk im polnischen Krakau ein. Der Betrieb des Hochofens und des Stahlwerks würden bereits im Oktober heruntergefahren, teilte das Unternehmen mit. Einige Wochen später solle die Stilllegung der gesamten Anlage erfolgen.

Der Konzern will seine Aktivitäten in Polen künftig auf das Werk in Dabrow Gornicza in Schlesien konzentrieren, wo zwei Hochöfen stehen. In Krakau soll lediglich die Kokerei bestehen bleiben.

"Der Stahlsektor in der EU wurde von der Pandemie stark getroffen, die gesamte stahlverarbeitende Industrie hat ihre Aktivitäten zurückgefahren", heißt es zur Begründung.

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Arcelormittal halte eine schnelle Erholung bei der Nachfrage nach Stahl für unwahrscheinlich. Als weitere Gründe nannte der Stahlriese die hohen Strompreise in Polen sowie die Entscheidung der EU, in einer Zeit von sinkender Nachfrage die Quote der zollbefreiten Stahlimporte aus Nicht-EU-Staaten zu erhöhen. (dpa/apa/red)

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