Atomkraft

Allererster Atomreaktor Finnlands schließt für immer

Der allererste Atomreaktor Finnlands wird Ende Juni für immer heruntergefahren. Laut einer Aussendung des Technischen Forschungszentrums in Espoo soll der 1962 in Betrieb gegangene Forschungsreaktor FIR 1 nach 53 Jahren vollständig abgerissen werden.

Atomenergie Atomkraft

FIR 1 markierte den Beginn des finnischen Atomnutzungs-Programms. Heute produzieren vier AKWs an zwei Standorten in Finnland kommerzielle Energie. Ein fünfter (Olkiluoto 3) ist seit zehn Jahren in Bau und hätte ursprünglich ab 2009 Strom liefern sollen. Derzeit wird mit der Inbetriebnahme nicht vor 2017 gerechnet. Die geschätzten Baukosten haben sich seit Baubeginn von 4,5 Milliarden Euro auf rund neun Milliarden verdoppelt.

Noch in dieser Woche soll eine Vorentscheidung fallen, ob die Vorbereitungen für den geplanten und bereits genehmigten, sechsten Reaktor in Finnland weitergehen. Die Regierung in Helsinki fordert dafür eine klar finnisch dominierte Eigentümerstruktur. Planer für den Block im nordfinnischen Pyhäjoki ist die russische Rosatom. Pläne für ein weiteres AKW wurden unlängst endgültig fallen gelassen.

Da Finnland bisher keine Erfahrung mit dem Zusperren von Reaktoren hat, sollen Experten aus Dänemark und Deutschland zur Rate gezogen werden. (apa)

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