Spezialchemie

Akzo Nobel: Mit einem Milliardenverkauf gegen die feindliche Übernahme

Chemieriese Akzo Nobel verkauft in einem Milliardendeal seine Sparte für Spezialchemie an zwei Finanzfirmen. Zuvor konnten die Niederländer die aggressive Finanzfirma Elliott abwehren.

Der niederländische Farbenproduzent Akzo Nobel hat Käufer für sein Spezialchemiegeschäft gefunden. Die Sparte, die in der Transaktion mit 10,1 Mrd. Euro bewertet wird, geht an die Finanzinvestoren Carlyle und GIC, wie Akzo Nobel mitteilt. Davon erhält der Farbenhersteller 8,9 Mrd. Euro in bar.

Akzo Nobel konzentriert sich künftig auf Farben und Lacke. Die zuständigen Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Aggressive Finanzfirma wollte Aufspaltung

Der Verkauf war Teil des Abwehrkampfs gegen die Komplettübernahme von Akzo durch den US-Konzern PPG. Mit dem Hedgefonds Elliott gibt es einen Burgfrieden. Der vom aktivistischen Investor Paul Singer geleitete Hedgefonds wollte eigentlich, dass Akzo durch PPG Industries übernommen wird. Dagegen hatte sich Akzo erfolgreich gewehrt.

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An dem Spezialchemiegeschäft war auch dem deutschen Konzern Lanxess Interesse nachgesagt worden. Lanxess schied jedoch laut eines Medienberichts Mitte März aus dem Bieterrennen aus. (dpa-AFX/APA/red)