Das große Fachhochschul-Ranking 2018

Hier finden Sie die besten Absolventen für Ihr Unternehmen

Das große FH-Ranking von INDUSTRIEMAGAZIN wartet mit Überraschungen auf. Die FH Oberösterreich bleibt zwar Gesamtsieger, doch Senkrechtstarter und neue Trends würfeln das Bewerberfeld kräftig durcheinander. Redaktion: Piotr Dobrowolski,

Gepflegter grüner Rasen, ein Teich mit Lilien, dahinter ein edles viktorianisches Gebäude. Die Vorstellung davon, wie ein idealer Campus auszusehen hat, hält sich in vielen Köpfen dank Film und Literatur hartnäckig. In der Realität spielen landschaftliche Reize beim Kampf um einen guten Ruf als Hochschule allerdings kaum eine Rolle. Was heute zählt, sind Praxisnähe, Anbindung an die Forschung und perfektes Service. Die Top-Platzierten des Fachhochschul-Rankings erfüllen alle diese Kriterien und unterscheiden sich doch deutlich voneinander. Ein Porträt von Österreichs besten Kaderschmieden.

Auf Siege abonniert: FH Oberösterreich.

Bereits das dritte Jahr in Folge geht der erste Platz im Fachhochschul-Ranking an die FH Oberösterreich. Womit neben der eindrucksvollen Bestätigung der Arbeit, die ob der Enns geleistet wird, auch eine hartnäckige Mär aus der Welt geschaffen wird: die Idee, dass Fachhochschulen am besten sind, wenn sie nur ausbilden und Forschung anderen überlassen. Als die forschungsintensivste aller österreichischen Fachhochschulen beweist die FH Oberösterreich mit ihrem Sieg exakt das Gegenteil. Und sie gewinnt das Ranking auch deshalb, weil die Erkenntnisse, die vor Ort gewonnen werden, direkt in die Ausbildung einfließen.

Weil man auch an einer ganzen Reihe von Kooperationen mit der Industrie beteiligt ist, kann die FH Oberösterreich außerdem ihr Studienangebot nahezu in Echtzeit an die Bedürfnisse des Marktes anpassen: „Allein heuer erweitern wir unser Portfolio um sechs neue Themen“, erzählt Geschäftsführer Gerald Reisinger.

Ein solches Angebot wird offensichtlich geschätzt. Bei der von meinungsraum.at im Auftrag des INDUSTRIEMAGAZINS durchgeführten Umfrage unter 560 Führungskräften, der Großteil davon Personalverantwortliche, erwies sich die FH Oberösterreich nicht nur als die beste Fachhochschule des Landes, sie siegte auch beim Ranking der einzelnen Studiengänge. Für Herbert Kling, Geschäftsführer von meinungsraum.at, ergibt sich damit ein sehr stimmiges Bild: „Mit der Wertung 1,92 bekommt der Bachelorstudiengang Automatisierungstechnik am Campus Wels der FH Oberösterreich die beste Note des Jahres. Gefolgt vom Masterstudiengang Automatisierungstechnik, ebenfalls am Campus Wels der FH Überösterreich angesiedelt, der auf die Wertung von 2,06 kommt.“

Das große FH-Ranking 2018: Die Studiengangserhalter

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Im Steigflug: IMC FH Krems

Auf Rang zwei findet sich die IMC FH Krems. Im Gegensatz zur stabil an der Spitze platzierten FH Oberösterreich hat die FH Krems während der letzten drei Jahren einen beeindruckenden Steigflug absolviert: Platz acht im Jahr 2016, Platz vier im Jahr 2017 und heuer Platz zwei. Wenn sich die mathematische Reihe fortsetzt, dann wird es im kommenden Jahr einen Sieg geben.

Die FH Krems besticht übrigens durchaus auch mit Landschaftsreizen: der an das Weltkulturerbe Wachau angrenzende Campus gilt als einer der schönsten in Österreich. Womit die Kremser Fachhochschule aber noch viel stärker punktet, ist ein Netzwerk von exquisiten Partnerunternehmen. Das erlaubt eine Ausbildung, die punktgenau auf die speziellen Anforderungen der einzelnen Branchen zugeschnitten ist. Dass die Absolventen der FH Krems immer wieder in führenden Positionen der österreichischen Wirtschaft zu finden sind, führt Geschäftsführerin Ulrike Prommer aber auch darauf zurück, dass sie über das Studium hinaus von der FH unterstützt werden: „Wir begleiten unsere Absolventinnen und Absolventen auch auf dem Weg ins Berufsleben. Unser Career Center hilft Ihnen mit individuellen Bewerbungsberatungen, CV-Checks und Bewerbungs- und Karriereworkshops.“

Alle Studiengänge im Detail

  • Studiengänge Technik
  • Studiengänge Wirtschaft
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Der Newcomer neuen Stils: FFH Wien

Die auf Platz drei gereihte Fern-Fachhochschule Wien – Ferdinand Porsche liefert die wohl größte Überraschung des 2018er Rankings. Nicht nur, dass sie sich um sechs Plätze steigert, was unter allen gereihten Kandidaten die größte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr bedeutet, sie steht auch für eine Trendwende. Denn mit der FFH Wien hat es eine Fachhochschule aufs Stockerl geschafft, die dem einst sakrosankten Modell des durchgehenden Präsenzunterrichts adieu gesagt hat und stattdessen auf eine Kombination aus Eigenverantwortung und hochintensiven Anwesenheitsblöcken setzt. Drei Mal zwei Tage pro Semester müssen die Studierenden vor Ort sein, der Rest wird mit Hilfe innovativer Methoden wie E-Learning von zuhause erledigt.

Die Vorteile davon ernten nicht nur die Studenten. Auch für Unternehmen ist das Modell interessant, wie Axel Jungwirth, der Geschäftsführer der FFH Wien, erklärt: „Alle unsere Studiengänge werden berufsbegleitend absolviert – unsere Studierenden können die im Studium erworbenen Kenntnisse daher unmittelbar im beruflichen Alltag einsetzen.“ Mit fünf Lehrgängen profitiert die FFH Wien auch von ihrer Spezialisierung – statt eines übervollen Bauchladens konzentriert man sich auf einige wenige Schwerpunkte.

Was noch Erfolg verspricht: Praxisnähe, Commitment, Fokussierung

Ein Gesamtblick auf das Ranking offenbart noch einige weitere Trends. Als Grundregel lässt sich feststellen: Je mehr Praxisnähe, desto weiter vorne findet sich eine Hochschule. Die Fachhochschule Wien der Wirtschaftskammer, die den vierten Platz erreichte, hat zum Beispiel eine Reihe von fixen Kooperationspartnerschaften mit Großunternehmen wie McDonald’s, OMV, Semperit, Vöslauer oder Whirlpool. Bei einer Hochschule, die ihren Fokus auf Management und Kommunikation legt, bieten solche Kooperationen den Studierenden die Möglichkeit, schon während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln. Wenn sie in den Job starten, sind sie dann längst keine Newbys mehr.

Spezialisierung ist auch beim Fünftplatzierten angesagt, der FH Technikum. Die fünf Forschungsschwerpunkte, die die Hochschule verfolgt, darunter der sehr stark nachgefragte Bereich der Automatisierung und Robotik, beeinflussen auch das Studienangebot positiv und führen dazu, dass man mit sehr markt- und bedarfsorientierten Lehrplänen aufwarten kann.

Was Beobachter den besten unter Österreichs Fachhochschulen darüber hinaus als wichtigen Pluspunkt anrechnen ist das große Commitment, zu dem sie ihre Studierenden verpflichten. Denn das System mag im Vergleich zur Universität verschult wirken, führe aber anderseits zu dem Effekt, dass es an Fachhochschulen nur zwei Möglichkeiten gibt: entweder voller Einsatz oder Ausstieg. Auch das schätzen viele Personalverantwortliche.

Auf einen weniger erfreulichen Punkt macht hingegen Herbert Kling von meinungsraum.at aufmerksam. Nimmt man das Gehalt der Absolventen zum Maßstab, dann scheint sich das Image der Fachhochschulen im Vergleich zu Universitäten heuer ein wenig verschlechtert zu haben: „Knapp die Hälfte der Befragten meint dass die Gehaltsunterschiede zwischen FH- und Uni-Absolventen meist schnell verschwinden. Im Vorjahr teilten diese Einschätzung allerdings noch 60 Prozent.“

Was von FH-Abgängern erwartet wird

Im Rahmen des Fachhochschul-Rankings hat meinungsraum.at für das INDUSTRIEMAGAZIN die Erwartungen erhoben, die Unternehmen an FH-Abgänger haben. Rund ein Drittel der befragten Personen hält FH-Absolventen für gleich gut ausgebildet wie Uni-Abgänger, ein weiteres Drittel siedelt die Fähigkeiten von FH-Absolventen zwischen HTL-Abgängern und Uni-Absolventen an und zehn Prozent sind gar der Meinung, dass FH-Absolventen die bessern Jobanfänger sind. Ähnlich die Verteilung beim Einstiegsgehalt: Auch hier geht rund ein Drittel von einer Gleichwertigkeit beider Ausbildungen aus und bezahlt Berufseinsteiger gleich. Dass sich die Gehälter von FH- und Uniabsolventen schon nach wenigen Jahren angleichen, findet rund die Hälfte der Befragten. Im Vorjahr stimmten dieser These noch 60 Prozent zu.

Die Resultate der Umfrage zu Qualifikation und Entlohnung von FH Absolventen

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FH-Forschungsland Österreich

Die spannendsten Projekte aus Österreichs Ideenschmieden: Von zerstörungsfreier Prüfung bis Augmented Reality. Die Forschungsaktivitäten der österreichischen Fachhochschulen zeigen ein riesiges Innovationspotential. Wir haben die aufregendsten Projekte gesucht. Und gefunden.

FH Oberösterreich Zerstörungsfrei

Mit neunzehn Partnern arbeitet die FH Oberösterreich an der Weiterentwicklung der zentralen zerstörungsfreien Prüfverfahren für die Inspektion und Charakterisierung von Verbundstoffen und Hybridbauteilen.

IMC FH Krems Transformation

Enterprise 4.0 heißt ein Projekt, bei dem die FH Krems gemeinsam mit Industriepartnern die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation besser zu verstehen versucht und die entsprechenden Erkenntnisse verfügbar machen will.

FFH Wien - Ferdinand Porsche Datenbrille

In Kooperation mit der Constantia Teich GmbH wird daran gearbeitet, die stichprobenartige Inventur in Produktionsbetrieben per Datenbrille zu vereinfachen und Datenbrillen auch für die Gesamtjahresinventur einzusetzen.

FHW Wien der WKW Praxisbezogen

Praxis studieren heißt ein Projekt, bei dem Studierende gemeinsam mit Partnerunternehmen an Lösungen für konkrete Fragestellungen aus dem Bereich Management und Kommunikation erarbeiten.

FH Technikum Wien Digital

Die Digitale Fabrik der Fachhochschule Technikum erforscht gemeinsam mit den Firmenpartnern ABB, Festo, Kuka, Pilz, Siemens, Sick, SMC und Wittmann Technologietrends rund um das Thema Industrie 4.0.

MCI Management Center Innsbruck Mixed Reality

Gemeinsam mit Holo-Light arbeitet das MCI Innsbruck im Rahmen des Projekts „Holostylus 3D“ an der Möglichkeit, Mixed-Reality-Anwendungen mit Hilfe eines Eingabestifts zu steuern, was solche Anwendungen noch intuitiver bedienbar machen würde.

FH Campus 02 Graz 3D-Druck

Im Rahmen eines Forschungs-Konsortiums beschäftigt sich die FH Campus 02 gemeinsam mit Industriepartnern mit der Frage, wie neuartige, komplexe Wärmetauscher und Spiegelstrukturen mit additiven Techniken hergestellt werden können.

FH Joanneum Graz Babynahrung

Wie hängen Stillen und Flaschenernährung mit Adipositas zusammen? Diese Frage erforscht die FH Joanneum gemeinsam mit Milupa Österreich. Ziel ist es, Nahrung für Kinder zu entwickeln, die Übergewicht vermeidet.

FH St.Pölten Cybercrime

Gemeinsam mit den IT-Sicherheitsunternehmen CyberTrap und IKARUS Security betreibt die FH St. Pölten ein Projekt, bei dem es darum geht, Angriffe auf IT-Infrastruktur schneller zu erkennen und abzuwehren

FH Campus Wien Forschungs-OP

Einen Forschungs-Operationssaal hat die FH Campus Wien mit Unterstützung von Partnern aus dem Bereich der Haus- und Medizintechnik errichtet. Im Mittelpunkt der dortigen Forschung stehen Medizin-, Lüftungs-, Kühlungs-, und Informationstechniksysteme, aber auch Workflows.

FH Wiener Neustadt Weltraum

Die FH Wiener Neustadt arbeitet an einem Forschungssatellit, der durch Messungen im erdfernen Weltraum wie der Umgebung rund um den Mond oder im Einzugsbereich von Kometen und Asteroiden helfen soll, ein Frühwarnsystem für Sonneneruptionen zu entwickeln.

FH Burgenland Energieeffizienz

Ein von der AVL List koordiniertes Projekt entwickelt ein Solid Oxide Fuel Cell Kraft-Wärme-Kopplung-System für Hotels, Gewerbe und Mehrfamilienhäuser. Dabei sollen elektrische Wirkungsgrade von 60 Prozent und eine Gesamteffizienz von 95 Prozent erreicht werden.

FH Salzburg Blockchain

Der Entwicklung einer Finanztransaktions- und Kooperationsplattform für den B2B-Bereich ist ein EU-gefördertes Forschungsvorhaben der FH Salzburg, das die Blockchain-Technologie für automatisierte Vertragsabwicklung nutzen will.

FH Kufstein Bilderkennung

Die FH Kufstein Tirol baut interdisziplinär mit unterschiedlichen Projektpartnern ein Kompetenzzentrum im Bereich der Bilderkennung von Immobilien auf. Ziel ist es, Baujahr, Bauperiode und regionale Bauweisen von Einfamilienhäusern automatisiert zu analysieren und zu klassifizieren.

FH Kärnten Hardware

Eine Kooperation der FH Kärnten mit dem Indian Institute of Technology und der Infineon Österreich forscht an on-Chip-Netzwerken, die den Datendurchsatz erhöhen, die Energieaufnahme pro Bit reduzieren und zuverlässiger arbeiten.

FH Vorarlberg Speicher

Das Ziel der Forscher an der FH Vorarlberg ist ambitioniert: Aus verbrauchten E-Fahrzeugbatterien einen stationären Speicher zu bauen. Schließt man mehrere solcher Speicher zusammen, kann sogar die Leistung eines Pumpspeicherkraftwerkes überschritten werden.

FH des BFI Wien Logistik

Gemeinsam mit der Österreichischen Post AG arbeiten Studenten der FH des BFI an innovativen Zustelllösungen im urbanen Raum. Dabei sollen Wege gefunden werden, um das Serviceangebot zu verbessern und es zugleich ökologischer und ökonomischer zu machen.

Lauder Business School Wien Sparvariante

In einem aktuellen Projekt, das in Kooperation mit der Firma Furtenbach GmbH, dem drittgrößten Hersteller von Schlichten und Harzen in Europa durchgeführt wird, entwickeln Studenten einen kostenminimierenden Produktionsplan.

Warum ist Kufstein so cool, Herr Madritsch?

Der Geschäftsführer der FH Kufstein Tirol, Thomas Madritsch, im Wordrap

Unser Kennzeichen ist ...

... eine akademische Berufsausbildung, die zugleich international, praxisnah und persönlich ist.

Unsere Absolventen sind ...

... bereits während des Studiums lokal und international in ihrer Branche vernetzt und haben so beste Chancen für den Karriereeinstieg.

Ein besonderes Angebot ...

... haben wir für Studierende, die aufgrund ihres Berufs oder ihrer familiären Situation kein Vollzeitstudium absolvieren können. Die Lehrveranstaltungen unserer berufsbegleitenden Studiengänge finden in der Regel nur freitags und samstags statt.