TSA arbeitet an magnetfreien Produktvarianten ohne China-Abhängigkeit, die theoretisch möglich wären. „Wir können wieder auf einen Asynchronmotor gehen, wo nur Kupfer drinnen ist.“ Doch dieser Schritt hat technische Grenzen: „Der Wirkungsgrad ist geringer.“ Für Effizienzklassen von 96 bis 99 Prozent führt kein Weg am Permanentmagnetmotor vorbei. In jedem Motor stecken 50 bis 70 Magnete, jeweils etwa „halb so groß wie ein Handy“. Rund 3.000 solcher Motoren produziert TSA pro Jahr. „Da kommt schon etwas zusammen.“ Eine Ausweichquelle in Europa wäre theoretisch verfügbar, aber nicht praktisch, da sich momentan gerade alle darauf stürzen. Kapazitäten sind überbucht, Lieferzeiten explodieren.
Indien steigt auf
Während China immer stärker politisiert, wächst Indien für TSA als zweites Standbein. „Indien wird für uns in fünf bis zehn Jahren die Bedeutung gewinnen, die China bis jetzt hatte.“ Die Gründe: große industrielle Basis, eigener TSA-Standort, und vor allem – Distanz zu China. Indische Lieferanten werden verstärkt qualifiziert, insbesondere bei Gießereiprodukten. Seltene Erden allerdings gibt es dort nicht – und Indiens Zugang zu chinesischen Exporten ist noch eingeschränkter als jener Europas. Chinesische Motorenhersteller genießen Vorteile, die TSA nicht hat. „Wir vermuten, dass chinesische Wettbewerber Magnetmaterialien deutlich günstiger beziehen.“