Maschinenbau

Zwei Übernahmen: Keba wird Gesamtanbieter für Industrieautomation

Der oberösterreichische Hersteller Keba übernimmt den deutschen Antriebstechniker LTI Motion und die Firma Heinz Fiege, einen Spezialisten für Spindeltechnik. Damit steigen die Oberösterreicher zum Anbieter im gesamten Bereich Industrieautomation auf, so Konzernchef Gerhard Luftensteiner.

Die Linzer Elektronikfirma Keba mit Hauptsitz in Linz kauft von der Körber AG mit Hauptsitz in Hamburg den deutschen Antriebstechnik-Spezialisten LTI Motion sowie die Heinz Fiege GmbH in Lahnau bzw. Röllbach.

Keba ist damit nach eigenen Angaben zum Gesamtlösungsanbieter im Bereich Industrieautomation geworden. Das gab Keba-CEO Gerhard Luftensteiner in einer Pressekonferenz in Linz bekannt.

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Die Firmen haben schon in der Vergangenheit eng kooperiert. Erste Gespräche über eine Übernahme gab es schon vor zehn Jahren. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing wird für Ende Dezember erwartet.

Eckdaten zu den Spezialisierungen

Keba ist ein Spezialist im Steuerungs- und Sicherheitsbereich sowie in der Bedienung im industriellen Umfeld. LTI Motion ist auf den Bereich der Servo-Antriebstechnik spezialisiert. Die zugehörige Firma Heinz Fiege ist ein Spezialist für anwendungsbezogene Spindeltechnik.

Gerhard Luftensteiner erwartet neue Kunden aus dem Maschinenbau

Die Kompetenzen der beiden Unternehmen sollen nun gebündelt werden. Damit könnte künftig alles für Roboter und Maschinen aus einer Hand angeboten werden, freut sich Luftensteiner. Er erwartet sich von der Übernahme neue Produkte und auch neue Maschinenbauer-Kunden.

Der Keba-Umsatz von zuletzt 253,6 Mio. Euro soll durch die Übernahme um 100 Mio. zunehmen, die Zahl der Mitarbeiter wird von 1.200 auf 1.700 steigen. (apa/red)

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