Produktion

Virtuelle Wunder für die Konstruktion der Zukunft

3D-Konstruktionsbrillen, virtuelle Projektionen, digitale Drucker: Die spektakulären Produktionstools für die digitale Fabrik von morgen.

Produktion Virtuelle Konstruktionen Siemens Daimler Ford Autodesk
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© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Digitaler Meister – Warum die virtuelle Werkzeugmaschine die perfekte Schulungsmaschine ist

 

Es ist ein magischer Moment. Tino Riedel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, steht mitten im Werkzeugwechsler eines 5-Achs-Bearbeitungszentrums.

 

Das Virtual-Reality- Modell macht es möglich: Eine Begehung der Maschine ist selbst dann möglich, wenn der Bearbeitungsprozess läuft. So kann etwa Instandhaltungspersonal unterwiesen werden – egal, wo letztlich die Maschine steht. Das funktioniert auch, wenn die Maschine „an einem anderen Standort steht“, sagt Franziska Pürzel, Leiterin der Abteilung Virtuelle Produktentwicklung. Highlight: An der virtuellen Maschine können Zusatzinfos über Hydraulik- oder Strom- laufpläne eingeblendet werden. 

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Digitaler Meister – Warum die virtuelle Werkzeugmaschine die perfekte Schulungsmaschine ist

 

Es ist ein magischer Moment. Tino Riedel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, steht mitten im Werkzeugwechsler eines 5-Achs-Bearbeitungszentrums.

 

Das Virtual-Reality- Modell macht es möglich: Eine Begehung der Maschine ist selbst dann möglich, wenn der Bearbeitungsprozess läuft. So kann etwa Instandhaltungspersonal unterwiesen werden – egal, wo letztlich die Maschine steht. Das funktioniert auch, wenn die Maschine „an einem anderen Standort steht“, sagt Franziska Pürzel, Leiterin der Abteilung Virtuelle Produktentwicklung. Highlight: An der virtuellen Maschine können Zusatzinfos über Hydraulik- oder Strom- laufpläne eingeblendet werden. 

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Umgedrehte Pädagogik – Ein intelligentes Montagesystem lernt von Maschinenbedienern 

 

Am Arbeitsplatz der Zukunft scheiden sich die Geister. Grund genug, ihn zu erforschen. Das Forschungsinstitut Profactor tut dies im Projekt Showme. Ziel ist die Entwicklung eines intelligenten Assistenzsystems, das die menschliche Arbeitskraft in der Montage automatisch unterstützt.

 

Die Herausforderung liegt auf der Hand: Die Montageprozesse werden immer komplexer. Ziel laut Profactor: von den Werkern durch Beobachtung zu lernen. Und das erworbene Wissen müsse „kontextsensitiv“ weitergegeben werden. Ein Partner in dem Projekt: das BMW Motoren Werk Steyr. 

 

 

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3D-Druckwerk – Jetzt geht auch Autodesk unter die 3D-Drucker-Hersteller

 

„Seit Jahren bin ich fasziniert von den Verheißungen des 3D-Drucks, gleichzeitig aber von der Realität frustriert.“ So erklärt Autodesk-CEO Carl Bass den Schritt des Unternehmens, einen 3D-Drucker zu launchen. Dazu gibt es eine Softwareplattform (Spark), mit der es leichter werden soll, 3D-Modelle zuverlässig zu produzieren. Das Gerät soll die Stärken der Plattform demonstrieren und einen neuen Benchmark setzen.

 

„Spark wird offen und unter freier Lizenz für Hardwarehersteller und andere Interessierte verfügbar sein. Dasselbe gilt für unseren 3D-Drucker“, heißt es im Unternehmen. Der Drucker soll eine breite Palette an Material von Autodesk selbst oder anderen Herstellern nutzen können. Bass: Sowohl Spark als auch der 3D-Drucker werden im Laufe des Jah- res verfügbar sein. 

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Auto virtuell – Der Autobauer Ford setzt schon heute auf die virtuelle Fahrzeugentwicklung 
 

Wir können jetzt ein Fahrzeug digital erzeugen, das wir später real erleben.“ Michael Wolf, Virtual Reality Supervisor von Ford Europa, hat eine klare Vision. Die der Autobauer als einer der Ersten in die Realität umgesetzt hat. Statt reale Prototypen in einem zeit- aufwändigen Prozess zu konstruieren, nutzt Ford die virtuelle Fertigungsumgebung schon heute, um neue Fahrzeuge bis ins Detail zu testen.

 

Die Ingenieure am Standort Köln nutzen das CAVE (Computer-Automated Virtual Environment)-Tool in Kombination mit den 3D-Projekten und der 3D-Polarisationsbrille. Das macht die Analyse von Designs leichter“, heißt es bei Ford. Beispiel A-Säulen-Entwicklung: Die Fertigung dreier unterschiedlicher Varianten bei einem Prototyp dauert in der Regel zehn Tage – jetzt gelingt es in weniger als drei Tagen. 

 

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3D-Analyse – Der Autobauer Daimler prescht künftig noch stärker in die virtuelle Welt vor

 

Mischrealität – darauf will der Auto- bauer Daimler künftig stärker in der Entwicklung setzen. Reale Hardware überblenden die Deutschen durch digitale Daten in der LKW-Entwicklung bei Mercedes-Benz in Untertürkheim schon seit 2010 – das hilft bei der Fehlersuche beim Entwicklungsprozess bis hin zum Produktionsanlauf. Messarm und Kamera kosten pro Einheit rund 100.000 Euro. „Die Akzeptanz ist hoch“, heißt es im Werk. So sehr, dass das Analyse-Tool nun ebenfalls schon im Truck-Bereich zum Einsatz kommt – und in zahlreichen Produktionswerken.