Energiewirtschaft

Verbund verkauft seine frühere Beteiligung an Sorgenia

Der Verbund sucht intensiv nach einem Käufer für seine Anteile am italienischen Energiekonzern Sorgenia. Dieser stand zuletzt unter Kontrolle von Banken und hat Schulden von rund 1,8 Milliarden Euro angehäuft.

Die ehemalige italienische Verbund-Beteiligung Sorgenia wird verkauft. Bis zu kommenden Montag haben Unternehmen Zeit, ihre Angebote für den Energiekonzern einzureichen, den die Gläubigerbanken nach mehrjähriger Sanierung verkaufen wollen. Das Beratungshaus bei dem Verkauf ist Lazard.

Sorgenia hat 275.000 Kunden sowie Stromkraftwerke mit einer Kapazität von 3.000 MW und stand ab 2015 unter der Kontrolle der Banken, bei denen der Konzern Schulden in der Größenordnung von 1,8 Mrd. Euro angehäuft hatte. Die Verschuldung wurde inzwischen auf 633 Mio. Euro gedrückt, wie Sorgenia mitteilte. Bis Ende 2019 will das Unternehmen den Kundenstock auf 350.000 erweitern.

Verbund wollte 2013 kein Geld mehr überweisen

Zu den möglichen Kaufinteressenten zählt die börsennotierte lombardische Energiegesellschaft A2a, die Akquisitionen plant. Auch ausländische Konzerne könnten an Sorgenia interessiert sein, berichteten italienische Medien.

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Der österreichische Verbund hatte sich 2013 von seiner 47-prozentigen Beteiligung getrennt und den Anteil auf null abgeschrieben. Der Verbund war damals nicht bereit, noch Kapital in die Italien-Beteiligung zu stecken. Verkaufsversuche waren damals erfolglos. (apa/red)

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