Erneuerbare

Verbund nimmt große PV-Anlage in Kärnten in Betrieb

Der Verbund hat eine riesige PV-Anlage direkt neben einem Wasserkraftwerk an der Drau in Kärnten gebaut. Die Anlage mit einer Leistung von 1,3 MWpeak kommt ohne Bodenversiegelung aus.

Der Stromkonzern Verbund hat in Feistritz im Rosental (Bezirk Klagenfurt-Land) seine österreichweit erste großflächige Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Direkt beim Drau-Kraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf wurde sie auf einer 2,5 Hektar großen Fläche umgesetzt. In die Anlage mit einer Spitzenleistung von 1,3 Megawatt wurde eine Mio. Euro investiert.

Neben der Hauptaufgabe, der Stromerzeugung, soll am Standort an der Drau aber auch geforscht werden, gaben die Verantwortlichen bei der Inbetriebnahme bekannt: Spezielle Sensoren sollen bei der Früherkennung von Fehlern und "schleichender Degradation" - also dem alterungsbedingten Rückgang des Wirkungsgrades - helfen. Das soll den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen wirtschaftlicher und vorhersehbarer machen, was in Zukunft auch nötig sein werde, betonte Theresia Vogel, die Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds: Schätzungen zufolge werden sich die Stromerzeugung aus Photovoltaik bis zum Jahr 2030 verzehnfachen.

Investition von einer Million Euro

Das griff auch Michael Strugl, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbund bei der Inbetriebnahme auf. Das Ziel, dass die Stromerzeugung in Österreich bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen soll, bezeichnete er als ehrgeizig, bis dahin sei noch einiges zu tun. In diesem Zusammenhang kündigte er auch die Errichtung weiterer solcher Anlagen an, "denn allein auf den Dächern wird sich das nicht ausgehen". Dabei wolle man beim Verbund vor allem auf Flächen tätig werden, die nicht anders genutzt werden können, wie zum Beispiel Deponien.

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Durch die Nähe der neuen Photovoltaik-Anlage zum Drau-Kraftwerk ergibt sich noch eine weitere Synergie: Der aus Sonnenenergie erzeugte Strom kann direkt über die Schaltanlage des Drau-Kraftwerks in das Höchstspannungsnetz eingespeist werden, wodurch Übertragungsverluste minimiert werden. (apa/red)