Stahlindustrie

Thyssenkrupp: Erste Zeichen einer Erholung trotz Lockdown

Der deutsche Industrieriese berichten von "Rückenwind" und ersten positiven Signalen zum Jahresauftakt. "In vielen Bereichen spüren wir erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung - trotz des neuerlichen Lockdowns", so Konzernchefin Martina Merz.

Der schwächelnde Industriekonzern Thyssenkrupp sieht positive Signale im ersten Quartal. Thyssenkrupp sei "mit Rückenwind" in das neue Geschäftsjahr gestartet, erklärte Konzernchefin Martina Merz in ihrer vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung, die Ende der Woche stattfinden wird. "In vielen Bereichen spüren wir erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung - trotz des neuerlichen Lockdowns", hieß es im Redetext.

Im ersten Quartal partizipiere Thyssenkrupp "an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung". Die laufende Restrukturierung trage dabei erste Früchte. Thyssenkrupp will seine Zahlen für die Monate Oktober bis Dezember kommende Woche vorlegen.

Klärungsbedarf beim Angebot des britischen Stahlkonzerns Liberty

Für das Stahlgeschäft prüft Thyssenkrupp laut Merz neben einem Verkauf weitere Optionen. "Liberty Steel hat uns in der vergangenen Woche ein aktualisiertes Angebot übermittelt, das wir gegenwärtig sehr sorgfältig prüfen", hieß es in der Rede. Das Angebot sei vereinbarungsgemäß weiterhin kein bindendes Angebot. "Im Angebot gibt es zu einer Reihe komplexer Themen noch Klärungsbedarf." Alternativ sei ein Spin Off möglich oder eine eigene Fortführung.

White Paper zum Thema

Zum Angebot von Liberty Steel:
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Verhandlungen zwischen SSAB und Tata Steel gescheitert

Unterdessen hat der schwedische Stahlkonzern SSAB seine Fusionsverhandlungen mit Tata Steel gestoppt. Der indische Stahlriese Tata Steel wollte seine Werke in Europa mit SSAB fusionieren - das lohne sich aber nicht, heißt es jetzt dazu in Schweden. Diese Entscheidung könnte auch für die Stahlsparte von Thyssenkrupp von großer Bedeutung sein. Aktuelle Details dazu: Schwedischer Stahlkonzern SSAB stoppt Gespräche mit Tata >>

(dpa/reuters/apa/red)