Antriebe

Studie hält Elektroautos für umweltfreundlicher als solche mit Wasserstoff-Antrieb

Reine Elektroautos sind laut Berechnungen einer Studie im Auftrag der deutschen "Agora Energiewende" trotz aller Nachteile klimaverträglicher als andere Antriebsformen - falls man bei diesen Berechnungen den in der Zukunft in Deutschland geplanten Strommix heranzieht.

Reine Elektro-Autos sind einer Studie zufolge klimaverträglicher als alle anderen Antriebsformen. Weder Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit Wasserstoff noch solche mit synthetischen Kraftstoffen könnten die gleiche Klimabilanz vorweisen, heißt es in einer veröffentlichten Studie im Auftrag des Instituts "Agora Verkehrswende".

So erzeuge ein Fahrzeug der Kompaktklasse mit Brennstoffzelle über seinen gesamten Lebenszyklus und mit 150.000 Kilometern Fahrleistung rund 75 Prozent mehr Treibhausgase als ein Batterie-Auto. Bei einem Diesel-Motor betrieben mit synthetischen Kraftstoffen seien es sogar dreimal soviel. Eingerechnet werden Emissionen sowohl aus Produktion als auch dem Betrieb des Autos.

Berücksichtigt wurde dabei der für die Jahre bis 2030 geplante Strommix aus Deutschland. 2030 sollen 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Wasserstoff, aber auch andere synthetischen Kraftstoffe benötigen für die Produktion sehr viel Strom, was die Klimabilanz verschlechtert.

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Die Studie des verkehrswissenschaftlichen Instituts Ifeu (Institut für Energie- und Umweltforschung) im Auftrag von Agora schätzt auch den Beitrag von Biokraftstoffen eher moderat ein. Sie könnten höchsten 11 Prozent am Gesamtkraftstoffverbrauch leisten. Erdgas mit Beimischung von Bio-Methangas hat zwar einen Vorteil von 4 Prozent gegenüber Diesel-Autos, liegt aber 14 Prozent schlechter bei der Klimabilanz als Batterie-Autos.

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Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende, räumte zwar ein, dass bei Langstrecken Wasserstoff den Vorteil kürzere Tankzeiten habe. Die Klimabilanz sei trotzdem auch hier schlechter als bei E-Autos.

Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe werden jedoch voraussichtlich für den klimafreundlicheren Einsatz von schweren Lkw, von Flugzeugen und in der Schifffahrt benötigt. (reuters/apa/red)

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