Autozulieferer

Sozialplan für das Werk von Husky KTW in Niederösterreich fixiert

In Waidhofen an der Thaya schließt Ende des Jahres die kanadische Konzernmutter das Werk des Autozulieferers Husky KTW. Nun haben der Betriebsrat und das Management die Eckdaten zur Abgeltung und einer Arbeitsstiftung fixiert. 21 Mitarbeiter haben bisher von sich aus gekündigt.

Für die Mitarbeiter des Husky-KTW-Werks in Waidhofen an der Thaya im Waldviertel, das Ende 2019 geschlossen werden soll, ist ein Sozialplan fixiert worden. Betriebsrat und Geschäftsführung des Spritzgussformen-Herstellers vereinbarten eine finanzielle Abgeltung für die rund 200 Betroffenen. Außerdem werde eine Arbeitsstiftung geschaffen, teilte die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) mit.

Die Beschäftigten seien "über die Einigung in einer Betriebsversammlung informiert" worden, teilte AKNÖ-Präsident Markus Wieser in einer Aussendung mit. Betriebsratschef Markus Schmid sprach von einem guten Ergebnis. Der Sozialplan gelte für alle Mitarbeiter unbefristet, hob Erich Macho, Regionalsekretär Waldviertel-Donau der Gewerkschaft PRO-GE, auf APA-Anfrage hervor.

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Erich Macho zufolge wurden bereits 21 Personen gekündigt. Einige weitere Beschäftigungsverhältnisse sollen im Herbst enden, der Großteil mit Jahresende. Am Standort Waidhofen sollen ab 2020 "Anlagen und Werkzeuge serviciert" werden. Etwa 40 Personen, darunter mehrere Konstrukteure, werden nach Gewerkschaftsangaben weiterbeschäftigt. Seitens des Unternehmens wurde zu den genannten Zahlen auf APA-Anfrage vorerst keine Stellungnahme abgegeben.

Gekündigten Husky-Mitarbeitern sicherte AMS-NÖ-Geschäftsführer Sven Hergovich Unterstützung zu. In einem ersten Schritt sollen die Betroffenen an einer Berufsorientierung teilnehmen, um neue Perspektiven zu entwickeln. "Hier werden wir in Kooperation mit der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat von Husky Jobbörsen veranstalten, zu denen das AMS in Waidhofen an der Thaya Betriebe mit Arbeitskräftebedarf in der Region einladen wird", wurde Hergovich in der Aussendung zitiert.

Die Option einer Unternehmensstiftung

Personen, für die keine "rasche Vermittlung" gelingt, hätten die Möglichkeit, in eine Unternehmensstiftung einzutreten und "eine zukunftsweisende Qualifizierung" zu absolvieren, hielt Hergovich fest. "Die Kosten für diese Ausbildungen übernimmt das Unternehmen, das AMS sorgt während dieser Zeit mit dem Stiftungsarbeitslosengeld für die Existenzsicherung", sagte der AMS-NÖ-Chef.

Noch im März hat das Werk 240 Menschen beschäftigt - und war profitabel

Husky hatte den Mitarbeitern die Umstrukturierungspläne im März präsentiert. Am Standort im Waldviertel waren damals Betriebsratsangaben zufolge 240 Personen beschäftigt. Das Unternehmen räumte ein, dass die Schließung des Werks aus strategischen Gründen erfolge und "nicht vordergründig" mit der wirtschaftlichen Lage zu tun habe. (apa/red)

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